Bühnenbild und Kostümbild

Das Grundstudium vermittelt das für die Theaterarbeit essenzielle Wissen auf den Gebieten Stückanalyse, szenische Konzeption, Dramaturgie, Entwurfs-, Modell- und Studioarbeit sowie Kostümentwurf, Kostümgestaltung und Maskenbild. Ebenso sind Materialforschung und -verarbeitung, Bühnentechnik und bühnentechnische Umsetzung, technische Zeichnung und Konstruktion sowie die Inszenierung des Lichts und der Tonregie elementare Bestandteile des Studiums. Der Konzeption der Räume werden die jeweiligen Charakteristika von Schauspiel, Musiktheater, Tanztheater und Performance zugrunde gelegt. Der Findungsprozess geht von einer intensiven Modellarbeit aus, wobei die szenischen Möglichkeiten detailliert dargestellt und erprobt werden.

In der Studioarbeit erfolgt eine 1:1-Umsetzung von der Entwurfssituation in den Realraum. Dabei wird das transformierte Modell auf Bühnenwirksamkeit untersucht, um maximale ästhetische und szenische Möglichkeiten auszuloten und inszenierte Räume zu erschaffen. Auch hier werden alle inhaltlichen, ästhetischen und technischen Parameter ausführlich diskutiert.

Der Studieninhalt des Hauptstudiums ist weit gefächert und reicht von der Erörterung des klassischen Bühnenraums bis hin zu experimentell orientierten Arbeiten. Dabei stehen szenische Improvisationen und die Erfindung und Gestaltung neuer Theaterkonzepte im Zentrum des Experiments.

Einmalig in der Landschaft der Ausbildungsstätten ist die Einbindung der Fachrichtung Bühnenbild und Kostümbild in den institutionellen Rahmen der Hessischen Theaterakademie (HTA). Dies ermöglicht im Studienverbund eine enge Zusammenarbeit der Studierenden der HfG Offenbach mit den Studiengängen Regie, Schauspiel, Gesang und zeitgenössischer Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt und dem Master-Studiengang Dramaturgie der Goethe-Universität Frankfurt. Die Studierenden haben die Möglichkeit, wechselseitig an den zentralen Lehrveranstaltungen der genannten Hochschulen teilzunehmen und somit interdisziplinär produktive Teams zu bilden. Durch diese gemeinsame Nutzung der Lehrangebote wird nicht nur das theoretische Wissen der Studierenden auf eine breitere Basis gestellt, sondern auch der Praxisbezug gestärkt.

Reale Theaterarbeit wird von den Studierenden in eigenen Produktionen erprobt, und im Rahmen der HTA an ausgewählten Hessischen Stadt- und Staatstheatern verwirklicht: Theaterarbeit für Studierende unter professionellen Bedingungen.

Lehrkraft für besondere Aufgaben

Nina Zoller

Dramaturgie

Julia Naunin

Musikdramaturgie

Dr. Wolfgang Hofer

Lichtgestaltung

Jan Hartmann (Beleuchtungsmeister Oper Frankfurt)

Kostümherstellung

Berit Mohr

Maskenbild

Antje Schöpf (Chefmaskenbildnerin Städtische Bühnen Frankfurt am Main)

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Projekte 2013/14

Tristan und Isolde – Rundgang 2014

»O sink hernieder, Nacht der Liebe,  (...) Unbewusst - höchste Lust!«

Ein komplexes Netzwerk wird ausgebreitet: Verstrickungen und Verwicklungen zwischen hoher Liebe und vermeintlicher Ehre, Treue und Verrat _ auch Irrungen und Wirrungen finden statt zwischen Schicksal und Sühne, Sehnsucht, Entsagung und Leid. Aber ist nicht der sehnsuchtsvollen Leidenschaft ihre eigene Unerfüllbarkeit immer schon eingeschrieben? Müssen die utopisch Liebenden nicht darin scheitern, dass ihre Leidenschaft mit aller (Ohn)Macht der Gefühle – immer wieder nur Leiden schafft?!

In Wagners »Tristan und Isolde« wird die Utopie der Liebe verhandelt auf dem schmalen Grat der absoluten Frage: Ist die Liebe (nicht) stärker als der Tod? Auch dafür steht der Tristan-Akkord mit seinen rätselvollen Fragezeichen – definitives Siegel aller Musikdramatik des Romantischen und zugleich radikales Vorzeichen der musikalischen Moderne.

Mit dieser fortschreitenden Dialektik und ihren verschlungenen Wegen ins Heute setzen sich die Studierenden des Lehrgebiets ebenso differenziert wie kontrovers in experimentellen Projekten auseinander. Sie formulieren in ihren künstlerischen Arbeiten potenzielle Antworten auf die szenisch-musikalischen Weltentwürfe Wagners, die immer auch latente Weltbildabstürze in sich bergen.

Eben diesen Paradoxa stellen sich die KünstlerInnen mit ihren breit gefächerten Projekten: in unterschiedlichsten performativen und medialen Konstellationen, in vielfältigen szenisch-räumlichen Stationen; worin sich auch mittels neuester Techniken und grafischer Partituren entwickelte musikalische Installationen und Klangcollagen ereignen – vielschichtige Überlagerungen aus Pop, Videospielmusik, Naturlaut, Geräuschklang und Minimalmusic werden zum reflektierten Resonanzraum von Wagners akustischen Bilderwelten.

Unter dem Strich ist all diesen verschieden differenzierenden Versuchsanordnungen eines gemeinsam: in komplex verdichteten Kunstformen heben sie Wagners dramatische Augenblicke auf – und zwar ins unmittelbar Überraschende, ins unvorhersehbare Jetzt.

Szenische Räume, Objekte, Kostüme, Licht, Video und Klang treten hier zu völlig neuen Konstellationen zusammen im Sinne eines aktuellen Projekts Utopie Gesamtkunstwerk. Die Besucher sind herzlich zur Begegnung mit den Künstlern und ihren Werken eingeladen. Darüber sollen nicht zuletzt auch die Betrachter bei dieser Begehung im Rundgang selbst zu Akteuren werden.

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wetter.gif

Interaktive Rauminstallation, Rundgang 2014

Nils Wildegans

Projekte Sommersemester 2014

Johanne Schröder

»Psychotropikum«, Tanzstück für zwei Personen

Nils Wildegans

»wetter.gif«, Interaktive Rauminstallation

Yuko

»forcing and feeding«, soft sculpture

Lucia Bushart

»| to float |«, Klang-Installation

Lucia Bushart

»Fenster«, Raum-Installation

Yunkyung Min

»UND-Endlichkeit«, Installative Skulptur

Carla-Luisa Reuter

»they see them objects«, Videoinstallation

Ivana Bischof

»Über die Wupper gehen«, Raum-Klang-Installation

Veronica Trebini

»Tequila Sunrise«, Installation

Lena Elisa Dinse

»Hell is your private creation«, Raum-Installation

Kim Lotte Stöber

»Weltatem«, Begehbare Raum-Klang-Installation

Ricarda Bechstein

»Sehnsuchtssuchmaschine«, mobile, begehbare Raum-Klang-Installation

Mattis Kuhn

»soli t und i«, Raum-Klang-Installation

Judith Altmeyer

»Desoli 440i«, Kostümausstellung

Carla-Luisa Reuter

»Ornament und Verbrechen«, Kostüm

Yuko & Ivana

»kissing the frog«, Kostüm

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Fenster

Raum-Installation, Rundgang 2014

Lucia Bushart

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Über die Wupper gehen

Raum-Klang-Installation, Rundgang 2014

Ivana Bischof

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Psychotropikum

Tanzstück für zwei Personen, 12 Min, Rundgang 2014

Johanne Schröder

»Faust I und II« – Thema Rundgang 2013

Die thematische Ausrichtung der Fachrichtung Bühnenbild/Kostümbild im Sommersemester 2013 war Goethes »Faust I. und II.«. Die immensen Dimensionen des dramatischen Kosmos von Goethes Faust lassen sich schon nach des Dichters eigenen Worten auf keine »magere Schnur einer einzigen durchgehenden Idee reihen«.

Es war Goethes dramatisches Lebensprojekt und zugleich eine Art literarischer Nachlass zu Lebzeiten, dessen Edition er seiner Mitwelt zugleich bewusst vorenthielt. Goethes Faust ist das Exempel eines künstlerischen Meisterwerks mit einem großen Plan von Anfang an hinter sich:

»Aber auch hier ging es nicht gradlinig vom Ungeheuren ins Ungeheure, vielmehr schoss das Ganze aus Teilen, Gelegenheiten, partiellen Erfahrenheiten zusammen, aus denen das Werk, jenseits des riesig planenden  Monologs erst konkret begann. Auerbachs Keller, Gretchentragödie, una poenitentium, gar so viele Einfälle linker Hand waren kaum vorgesehen, dennoch änderten sie dem Urplan, auch dem Urstoff darin die substantielle Richtung.« (Ernst Bloch: Raffael ohne Hände. In: Spuren. Frankfurt 1985. S. 92).

Fausts alles entscheidende Frage »Wohin soll es nun gehn?« beantwortet Mephistopheles: »Wohin es dir gefällt! Wir sehn die kleine, dann die große Welt.» Faust und sein künstlerisches Umfeld wurden zum Ausgangspunkt beeindruckender Forschungsreisen und intensiver experimenteller Studien. Entstanden sind neue Situationen zu »Faust I. und II.« in diversen visuellen, differenzierten Stationen mit unterschiedlichsten Handschriften und Sichtweisen. Vielfältige szenisch-räumliche, performative und mediale Konstellationen wurden erforscht, kreiert und inszeniert.

Raum, Objekte, Kostüm, Licht, Video und Klang treten miteinander zu zeitgenössischen Gesamtkunstwerken in Beziehung und der Betrachter wird zum Akteur.

Mephistos Motto: »Gestaltung, Umgestaltung / Des ewigen Sinnes ewige Unterhaltung« (V. 6285/86)

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falco goethe

Environment und Performance, Rundgang 2013

David Gonter und Sabine Born

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Fuge

Tanzperformance, Video, Rundgang 2013

Johanne Schröder

Projekte Sommersemester 2013

Elena Thirza, Rachel Herold

»Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten«, Raum-Klang-Installation

Johanne Schröder

»Fuge«, Tanzperformance, Video

Veronica Trebini

»Shelter from the storm«, Rauminstallation

Carla-Luisa Reuter

»halberstickt«, Kostümobjekt

Laura Robert

»things to know about gretchen«, Video-Ton-Installation

Maylin Habig

»Alchemie«, Rauminstallation

Ricarda Bechstein

»Weltenwandler«, Rauminstallation

Mattis Kuhn

»Hochgebirg«, Chorische Performance mit Raum-Klang-Installation, ca. 15 Min.

Jungyun Bae

»Returns«, Rauminstallation mit Videobild

Nils Wildegans

»Die Raben sind wiedergekommen«, Rauminstallation

Caroline Ströhle

»Helenens Gewande lösen sich in Wolken auf«, Rauminstallation

Lena Elisa Dinse

»Meerkatze«, Kostüm

Julia Mack

»Ego«, Inszeniertes Kostüm

Laura Brunner:

»Faust I + II«, Rauminstallation

David Gonter und Sabine Born

»falco goethe«, Environment und Performance

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Hochgebirg

Chorische Performance mit Raum-Klang-Installation, ca. 15 Min., Rundgang 2013

Mattis Kuhn

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Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten

Raum-Klang-Installation, Rundgang 2013

Elena Thirza und Rachel Herold

Projekte 2011/12

Alban Berg »Wozzeck« – Thema Rundgang 2012

Interaktive Klangräume / Inszenierte Situationen zu Alban Berg »Wozzeck«

Die thematische Ausrichtung während des Sommersemesters 2012 ist Alban Bergs Oper »Wozzeck« – als Vorschau auf das Büchner-Jahr 2013.

Die Studierenden ließen sich durch die faszinierende Klangwelt der expressiven Musik und das beklemmende Drama von Georg Büchner zu beeindruckenden Forschungsreisen inspirieren. Mit diesem Ausgangspunkt und künstlerischem Umfeld wurden intensive experimentelle Prozesse gestaltet. Vielfältige szenisch/räumliche/performative/mediale Konstellationen wurden erforscht, kreiert und inszeniert.

Entstanden sind neue Situationen zu »Wozzeck« in diversen visuellen, differenzierten Stationen. Raum, Objekte, Kostüm, Licht, Video und Klang treten miteinander zu Gesamtkunstwerken in Beziehung und der Betrachter wird zum Akteur. Auf künstlerisch-technischer Ebene dienen Sensoren, beispielsweise für Herzfrequenz, Licht und Bewegung als Interfaces.

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you're fine

Klang-Installation mit Projektion, Rundgang 2012

Lucia Bushart

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Herz Woyzeck

Interaktive Raum-Klang-Installation

Mattis Kuhn

Rundgangpreis der freunde der hfg e.v. 2012 – Kunst für Mattis Kuhn

»Wir vergeben den ersten Preis an Mattis Kuhn mit seiner Arbeit »Herz Woyzeck«, die im doppelten Wortsinn das Herz des Woyzeck-Stoffs – des Dramas von Büchner, des Schicksals der historischen Figur Johann Christian Woyzeck und der Oper von Alban Berg - isoliert und in eine szenische Situation gebracht hat, deren Intensität man sich kaum entziehen kann. Zugleich erschließt diese Arbeit Neuland in der Schnittmenge zwischen Performance und Theater, Installation und Musik: Schönbergs Zwölftonsystem trifft auf einen Herzfrequenzmesser, präfabrizierte Sounds treffen auf live spielende Musiker, ein Körper trifft auf seine eigene Abstraktion, Text trifft auf Bild. Es handelt sich hier um ein Experiment auch mit dem Erbe des Gesamtkunstwerks, das die Differenzen zwischen den einzelnen Medien nicht in einer falschen Einheit verdecken will, sondern das darauf zielt, gerade in und durch die Verbindungen zwischen den Medien, ihrer jeweiligen Eigenlogik gerecht zu werden.«

Prof. Dr. Juliane Rebentisch

10. Juli 2012, anlässlich der Preisverleihung

Projekte Sommersemester 2012

Johanne Schröder:

»Gewächshaus der Musik«, Interaktive Raum-Klang Installation

Mattis Kuhn:

»Herz Woyzeck«, Interaktive Raum-Klang-Installation, Rundgangpreis der freunde der hfg e.v. 2012 – Kunst

Lucia Bushart:

»you're fine«, Klang-Installation mit Projektion

Caroline Ströhle:

»Love a Fucking open wound«, Klang-Installation mit Plattenspieler

Laura Robert:

»andadox«, Interaktive Raum-Klang-Installation mit Projektion

Lena Elisa Dinse:

»Grüße vom Berg«, Interaktive Raum-Klang-Installation

Elena Herold:

»immer zu, immer zu«, Interaktive Raum-Klang-Installation

Elena Herold:

»Experiment«, Interaktive Kostüm-Klang-Installation

Veronica Trebini:

»Warten auf dich / Aspettandati«, Interaktive Raum-Klang-Licht-Installation

Ricarda Bechstein:

»under pressure«, Interaktive Raum-Klang-Installation

Linnan Zhang:

»Hauptmann«, Performance / Kostüm

Nils Wildgans:

»Christian«, Klang-Objekt

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Medea – Thema Rundgang 2011

Medea-Projekt – Ich. Mein. Medea

Die thematische Ausrichtung während des Sommersemesters 2011 ist einem Antiken-Projekt gewidmet: Inszenierte Situationen & Räume über den Mythos Medea.

In assoziativer Anlehnung an die Stoffe von Euripides, Heiner Müller und Christa Wolf wurden vielfältige szenisch/räumliche/figurative/installative/performative/mediale Konstellationen erforscht, kreiert und inszeniert. Neue, andere Reisen zu/mit/von Medea in diversen virtuellen/differenzierten Stationen. Diese Arbeiten entführen in die Welt einer Antike unserer Gegenwart, worin der Kosmos des Medea-Materials neu erkundet wird: als würden die Wege von und nach Kolchis auf der Spur der antiken Helden wieder neu entdeckt, als eine Erinnerung an die potentielle Zukunft.

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Projekte Sommersemester 2011

Sabine Born:

»Horst«, Inszenierte Raumsituation mit Performance

David Gonter:

»Lass mich«, Baumhaus

WooYeon Chun:

»Ein Flattern_Zufallsname«, Tanzperformance mit Kostüm und interaktivem Klang

Nils Wildegans:

»Die Bewusstwerdung Medeas«, Interaktive Rauminstallation

Maylin Habig:

»Liebe eines Provinzmädchens«, Raumobjekt

Lucia Bushart:

»Thronfolge«, Rauminstallation mit Ton

Caroline Ströhle:

»Do you remember do you no i don’t«, Video mit Ton

Veronica Trebini:

»Medea al dente / Medea Zusammenbruch«, Installation

Mattis Kuhn:

»Der goldene Hasendraht«, Raum-Ton-Installation, Text: Mattis Kuhn, Sprecher : Karolin Stegemann (Kreusa), Christoph Bahr (Iason)

Elisabeth Wendt:

»Ich hätte Kolchis nicht verlassen sollen«, Performance

Caroline Ströhle, Maylin Habig, Rebecca Bussfeld:

»Massenvernichtungswaffen helfen Trennungsschmerzleidenden Kunststudenten; Also dir nicht!«, Installation mit Film

Johanne Schröder:

»Lichtung«, Rauminstallation

Lukas Sünder:

»13 x Temporär«, Audio Installation, 10l Eisblöcke, Holz, Aktivboxen, Lautsprecher, Teichfolie

Projekte 2009/10

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I shot Andy Warhol

Environment und Performance mit Ton, Performing Artist: Emilia Neumann

Sabine Born, David Gonter

Werner Fritsch: »Nico. Sphinx aus Eis« – Thema Rundgang 2010

Driver, where are you taking us …?Jim Morrison

»n_ico_n factory«: Inszenierte Situationen und Kostüme, Interaktive Klang-Licht-Installationen und Performance

 n.ico.n/factory« ist ein Projekt, dem das Theaterstück »NICO.Sphinx aus Eis« des Dichters Werner Fritsch zugrunde liegt. Werner Fritsch hat seine Traumspiele um Nico, einer Pop-Ikone namens Christa Päffgen zwischen den 60er- und 80er-Jahren des vorigen Jahrhunderts in ein szenisches Leben des imaginären Jetzt versetzt, das dort endet, wo es eigentlich begonnen hat: mitten im Endspiel eines berühmten Songs der Band »The Doors«, worin Jim Morrison jenes »Waste Land« beschwört, das uns in ein Niemandsland der Zukunft entführt.

Driver, where are you taking us …?

Im Text spricht die tote Nico, die in Andy Warhols Factory in New York ein- und ausging. Sie war Model bei Chanel und Schauspielerin bei Fellini. Warhol machte sie zur Sängerin der Band »Velvet Underground«.

Die Arbeiten der Studierenden setzen sich mit verschiedenen Aspekten des exemplarischen Lebens einer Pop-Ikone und mit einem durch Zerstörung und Tod definierten Emanzipationsprozess auseinander.  Die 16 experimentellen Projekte gehen über die literarische Vorlage hinaus und finden zu szenisch-bildnerischen, musikalisch-interaktiven und theatralen Umsetzungen. Es sind Expeditionen in die fernen Sechziger, durch deren ästhetische Findungen die Produkte der gegenwärtigen Kulturindustrie und ihre Rezeption noch immer geprägt sind. Im Experimentallabor Fabrik  steht die künstlerische Persönlichkeit auf dem Prüfstand, wie einst in Andy Warhols Factory-Modell.

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Schwesternkonzept '87

Interaktives Lichtobjekt, Rundgang 2010

Teresa Rinn

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Wer quetscht Fleisch nun zu einem Klumpen Gefühl zusammen

Inszenierte Figur, Rundgang 2010

Maylin Habig

Projekte Sommersemester 2010

Sabine Born / David Gonter:

»I shot Andy Warhol«, Environment und Performance mit Ton, Performing Artist: Emilia Neumann

WooYeon Chun / HeyJoo Jun:

»spielt mein Pianist (D-E-A-D  D-E-A-D)«, Interaktive Licht-Musikskulptur

Linnan Zhang:

»the beautiful fall«, Videoskulptur mit Ton

Xue Liu:

»bewegte bilder«, Interaktives Objekt

Heywon Kim:

»Schau nicht zurück«, Licht-Tonobjekt

Caroline Stauch:

»Original seit 1965«, Environment und Ton

Nils Wildgans:

»Hades im Kopf«, Environment mit Ton

Caroline Ströhle:

»different colours made of tears«, Ton-Lichtinstallation

Teresa Rinn:

»Schwesternkonzept ’87«, Interaktives Lichtobjekt

Lisa Klinger:

»Ikomama«, Kostümobjekt

Maylin Habig:

»Wer quetscht Fleisch nun zu einem Klumpen Gefühl zusammen«, Inszenierte Figur

Lena Elisa Dinse:

»Gewebe«, Inszeniertes Objekt

Estella Domincovic:

»Feuer im Hades«, Brennende Skulptur mit Ton

Mattis Kuhn:

»I’ll never look into your eyes again«, Videoskulptur mit Ton (Kopfhörer)

Mattis Kuhn:

»Augen aus«, Video mit Ton

Elisabeth Wendt:

»Fassen«, Kostümobjekt

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Rinaldo

Performance

»Rinaldo« von G. F. Händel – Thema Rundgang 2009

Stationen über »Rinaldo« von G.F. Händel

Ein Barocktheaterprojekt

Eine ganz andere Jetzt-Zeit-Reise nach Jerusalem: Inszenierte Bilder und Räume als Live-Acts. Mit gesungenen Szenen & Arien aus scheinbar versunkenen Zeiten. Unmittelbar in unsere Gegenwart verweisend.

»Rinaldo« – Oper von G.F. Händel

Semesterprojekt  im Rahmen der Hessischen Theaterakademie HTA

Studierende:

Sabine Born, Wooyeon Chun, David Gonter, Hye Joo  Jun, Hyewon Kim, Xue Liu, Teresa Rinn, Caroline Stauch,  Maria Wiebersinsky, Linnan Zhang

In Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, Ausbildungsbereich Musiktheater ( Prof. Hedwig Fassbender, Prof. Stefan Bastians), Schauspiel (Prof. Marion Tiedtke) und Zeitgenössischer und Klassischer Tanz (Prof. Dieter Heitkamp)

Arien aus »Rinaldo«

Performance in Kooperation mit Gesangs- und Tanzstudierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst

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Rinaldo

Maskenbild von David Gonter

Opernproduktion »Rinaldo«

Musikalische Leitung:

Fausto Nardi

Regie:

Stefan Bastians

Choreografie:

Katharina Wiedenhofer  / Victoria Söntgen

Raum:

Xue Liu, Hye Joo Jun, Sabine Born, Maria Wiebersinsky, David Gonter, Linnan Zhang

Kostüm:

Linnan Zhang, Caroline Stauch,Teresa Rinn, Wooyeon Chun

Dramaturgie:

Verena Noll

Produktion:

Eva Wagner

Eine Produktion der Hessischen Theaterakademie HTA: Studiengänge Gesang / Musiktheater (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, Prof. Hedwig Faßbender, Prof . Stefan Bastians), Regie (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, Benedikt von Peter), Zeitgenössischer und Klassischer Tanz (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, Prof . Dieter Heitkamp), Studiengang Dramaturgie (Johann Wolfgang Goethe Universität, Prof. Hans-Thies Lehmann), HIP (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/M.) und Bühnenbild (Hochschule für Gestaltung Offenbach/M., Prof. rosalie)

Theater Rüsselsheim

Premiere: 25. Oktober 2009

Gastspiel bei den Händel-Festspielen am Staatstheater Karlsruhe

Vorstellung am 24. Februar 2010

News

Transformative paper
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Kunstszene Hessen

Die HfG Offenbach zeigt am 29. September 2015 mit der Ausstellung »Kunstszene Hessen« im Bundesrat in Berlin Arbeiten aus verschiedenen Bereichen. Die Schau läuft im Rahmen der Abschlussveranstaltung der Bundesratspräsidentschaft des Landes Hessen.

Daad
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DAAD-Preis 2013 für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender

Den DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender hat in diesem Jahr Lin-Nan Zhang erhalten.

Woo yeon chun
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Offenbacher Löwe

Zum fünften Mal ist am 20. November 2012 der Bühnenbildpreis »Offenbacher Löwe« verliehen worden. Der Lions-Club Offenbach-Lederstadt vergab den Preis an die HfG-Studentin Wooyeon Chun; den Juniorpreis erhielt HfG-Student Mattis Kuhn.

Verleihungwunderland
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Rundgangpreis der freunde der hfg e.V. - Kunst

Der erstmals zum 15. HfG-Rundgang ausgeschriebene Preis der freunde der hfg für den Bereich Kunst ging zu gleichen Teilen an Mattis Kuhn für »Herz Woyzeck« und an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts »3D-Wunderland«. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert.