Gebäude

Der Hauptcampus der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach an der Schlossstraße setzt sich aus dem Ensemble Hugo Eberhardt-Bau, Westflügel und Isenburger Schloss zusammen. Das Erdgeschoss des an den Campus grenzenden Gemeindesaals der evangelischen Stadtgemeinde, der Bora-Saal, kam im Jahr 2010 dazu. Ein Außenstandort der HfG befindet sich in der Geleitsstraße. Zudem verfügt die HfG über zwei externe Ausstellungsräumlichkeiten: der Zollamt Galerie und dem Satellit Berlin.

Campus verputzt

Hauptgebäude

Erbaut wurde das Hauptgebäude der HfG, der Hugo Eberhardt-Bau, ab 1910 durch den damaligen Schulleiter der Technischen Lehranstalten und Architekten Hugo Eberhardt. 1913 wurden die neuen Gebäude am Isenburger Schloss eingeweiht und bezogen. Der Ludo-Mayer-Brunnen auf dem Schlosshof, auf dem Merkur thront, der Pluto an seiner Hand führt, wurde 1917 eingeweiht. Er ist ein Werk des Darmstädter Bildhauers Heinrich Jobst. Zu Beginn der 1990er-Jahre wurde die lang geplante Erweiterung für die Fachrichtung Bühne angebaut.

Dscf0528

Isensburger Schloss

700 5253

Foto: Jaewon Chung

Das Isenburger Schloss gehört seit 2000 zur HfG. Die Südfassade des 1572 fertiggestellten Isenburger Schlosses mit ihren Arkaden, Pfeilern, Figuren und dem Wappenschmuck gilt als eine der schönsten profanen Renaissancearchitekturen nördlich der Alpen (http://de.wikipedia.org/wiki/Isenburger_Schloss). Schäden, die der Bau im Zweiten Weltkrieg erlitt, wurden 1952/53 saniert. Der Umbau und die Sanierung des historischen Gebäudes für die HfG wurde im Jahr 1998 begonnen; 2000 wurde es für die Lehre in Betrieb genommen. Weitere Sanierungsarbeiten der Außenfassade und der Schlosskapellen fanden ab 2007 statt.

Im Dachgeschoss befinden sich das Fotostudio sowie Gästeappartements. Im 3. Obergeschoss ist der PC-Pool beider Fachbereiche untergebracht, im 2. Obergeschoss ist das Lehrgebiet Fotografie beheimatet und im 1. Obergeschoss die Professuren Visualisierung und Materialisierung und Neue Materialien und Technologien des Fachbereichs Produktgestaltung. In der rechten Kapelle (Saal und Erdgeschoss) befindet sich ein vom AStA bewirtschafteter studentischer Aufenthaltsraum, in der linken Kapelle (ebenfalls im Erdgeschoss) ein Veranstaltungsraum. ​

Westflügel

Um der mit den wachsenden Ansprüchen an Lehre und Forschung der HfG einhergehenden Raumnot Rechnung zu tragen, entstand zu Beginn des neuen Jahrtausends ein Anbau an der Westseite des Hauptgebäudes. Reuter + Werr (Idstein) entwarfen Räume, die sich durch Offenheit, Transparenz, Dynamik und Flexibilität auszeichnen. Die Ateliers und Arbeitsräume wurden geschossweise geplant; gegliedert wird der vierstöckige, kubusartige Raum durch leichte, nichttragende Innenwandsysteme und durch das zwischen Alt- und Neubau geschobene offene Treppenhaus mit Nebenräumen. Im Westflügel, der 2003 bezogen wurde, befinden sich die Lehrräume und Ateliers der Lehrgebiete Konzeptionelle Gestaltung, Konzeptionelles Zeichnen und Elektronische Medien sowie Technische Produkte und Produktsysteme. Im Erdgeschoss und Untergeschoss ist seit Herbst 2011 die Mensa der Hochschule untergebracht.

Img 3888

Geleitsstraße

Seit Beginn des Sommersemesters 2011 nutzt die HfG – zusätzlich zum Hauptcampus an der Schlossstraße – Räumlichkeiten in der Liegenschaft Geleitsstraße 103. Grund für die Anmietung war der dringende Raumbedarf für studentische Arbeitsplätze und Projekträume, der damit anteilig provisorisch gedeckt wird. Das Gebäude verfügt über eine Hauptnutzfläche von rund 2.500 Quadratmetern; die HfG ist alleinige Nutzerin. Die Räume wurden hergerichtet mit Unterstützung des Landes Hessen und des Eigentümers der Liegenschaft, dem Frankfurter Immobilieninvestor Ardi Goldman. Die Umbauplanung lag in den Händen des Darmstädter Architekturbüros Michel Müller Architekten. In den neuen Räumen, verteilt auf vier Geschosse (plus Keller) sind untergebracht: die Fachrichtung Kunst (mit den Lehrgebieten Bildhauerei, Experimentelle Raumkonzepte, Zeichnen und Malerei), das Lehrgebiet Grafikdesign und Illustration und die Grundlehre des Fachbereichs Kunst.

Geleitsstrasse  foto hfg offenbach

Bora-Saal

 rundgang006

2010 hat die HfG das Erdgeschoss des an den Campus grenzenden Katharina von Bora-Hauses der evangelischen Stadtgemeinde (Ludo-Mayer-Straße 1) mit circa 200 Quadratmetern angemietet. Hier ist die Grundlehre des Fachbereichs Design untergebracht.

Schlossgrabengasse

Im Jahr 2012 wurden in der Schlossgrabengasse 1, direkt in der Nachbarschaft des Hugo-Eberhardt-Baus, weitere Räume angemietet, in denen Lehre und Ateliers des Promotionsbereichs untergebracht sind. 

Promovendenbuero 02  credit annika frye