Institute for Design Exchange (IDEe)

​Personen im IDEe sowie im Lehrgebiet Designgeschichte und Designtheorie

  • Prof. Dr. Klaus Klemp
  • Lehrbeauftragter Matthias Wagner K
  • Lehrbeauftragter Dr. Thilo Schwer
  • Dipl.-Des. Pia Scharf, Doktorandin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Der Begriff „Design“ wird alltagssprachlich mittlerweile in vielen Zusammenhängen ganz selbstverständlich verwendet. Überraschend dabei ist, dass trotz der Verbreitung das Wissen über die damit verbundenen Inhalte eher abgenommen hat. Gestaltung manifestiert sich heute in zahlreichen unterschiedlichen Medien - visuell, materiell, verbal, aber auch in Prozessen und Dienstleistungen. Aufgrund dieser umfangreichen Bandbreite bedarf die Vermittlung von Inhalten, Entwurfsansätzen und formalen Ausprägungen einer größeren Professionalisierung. Denn nur so sind fundierte Diskurse zwischen den am Designprozess direkt Beteiligten und einer breiten Öffentlichkeit abseits geschmäcklerischer Beurteilungen möglich. Hierzu will das im Frühjahr 2017 von Prof. Dr. Klaus Klemp aus seinem Lehrgebiet heraus gegründete Institut durch Forschung und Vermittlung Beiträge liefern.

Das Institut beruht auf dem Gedanken zu einer gesellschaftlich, kulturell, gesamtwirtschaftlich und ökologisch verantwortungsvollen Gestaltung der dinglichen humanen Lebenswelten und ihrer Kommunikationsprozesse. Dazu bedarf es forcierter Vermittlungsbrücken zwischen Hochschulen, Gestaltern, Ingenieuren, Technikern, Unternehmern, Institutionen und Gebrauchern.

Es versteht sich dabei als ein handlungs- und praxisorientiertes Forschungsinstitut, das aus der Kenntnis historischer und heutiger Produktentwicklungen aktiv dazu beiträgt, die Qualität der den Menschen umgebenden Dingwelten und ihrer Bedeutungen und Beziehungen zu verbessern. Hierbei werden Design-, Entwurfs-, Produktions- und Konsumtionsprozesse aus der gesellschaftlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Kontextualität heraus reflektiert. In diesem Rahmen strebt das IDEe eine enge Vernetzung und einen intensiven Austausch mit anderen Institutionen an.

Ziel der Institutsarbeit ist die Förderung und Kommunikation einer Gestaltungkultur, die den Menschen, seine Interaktionen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt der Betrachtung stellt. Dazu bedarf es auch einer übergreifenden Vermittlungsarbeit. Zentrales Aufgabengebiet ist es daher, die Qualität der Kommunikation, Partizipation und Interaktion zwischen allen am Entwurfs-, Produktions- und Nutzungsprozess Beteiligten durch geeignete Maßnahmen des Instituts zu erforschen und zu fördern.

Ein wichtiges Anliegen des Instituts ist dabei die Förderung des Nachwuchses in gestalterischen Berufen. Hierzu werden entsprechende Strategien und Maßnahmen entwickelt, welche den Bildungs- und Wissensstand von Designstudentinnen und -studenten sowie von Berufsanfängern verbessern. Dazu gehören auch qualitätssteigernde Angebote für die Lehre durch Vorträge externer Referenten, Workshops und eine publizistische Tätigkeit.

Das Institut ist vornehmlich in folgenden Bereichen tätig:

Forschungen zur Geschichte und Theorie des Designs, zu Designprozessen, zu Entwurfsstrategien und Entwurfsmethodologien, zu innovativen medialen und insbesondere musealen Vermittlungsstrategien.

Das Institut unterstützt aktiv alle Formen einer Designausbildung im Sinne der Institutsziele. Dies insbesondere durch die Betreuung und Förderung von aktuellen Studienangeboten im Bereich Designkuratierung und Designkritik und in der Entwicklung neuartiger Vermittlungsstrategien

Eigene Projekte werden zu folgenden Themenfeldern initiieren oder selbst durchgeführt: Grundlagenermittlung von benutzerorientierten Produktfeldern und -systemen, Entwicklung und Begleitung nachhaltiger Designprozesse; in der Designvermittlung: Entwicklung und Bearbeitung designhistorischer, zeitgenössischer und möglicher zukünftiger Themen, neuer Ausstellungs-, Publikations- und weiterer Kommunikationsformate sowie neuartiger interaktiver und partizipativer Prozesse.

Eine enge Zusammenarbeit des Instituts besteht mit dem Museum Angewandte Kunst Frankfurt a.M. Der Institutsleiter von IDEe ist Mitherausgeber der Buchreihe Bibliothek für Designer der avedition Stuttgart und verfügt über eine langjährige Erfahrung als Ausstellungskurator und als Autor von Designthemen. 

Publikationen

In der Reihe »Bibliothek für Designer« erscheinen jährlich zwei bis vier Bände zu je einem anderen berufsrelevanten Thema für Gestalter_innen. Jeder der Bände unterstützt Berufstätige wie auch Studierenden und deren Dozentinnen und Dozenten bei ihrer Arbeit. Sie bieten kompaktes Basiswissen auf wissenschaftlichem Niveau.

Herausgeber

Prof. Dr. Thomas Friedrich, Hochschule Mannheim, Fakultät für Gestaltung
Prof. Dr. Klaus Klemp, HfG Offenbach, Fachbereich Design
​Prof. Dr. Gerhard Schweppenhäuser, Hochschule Würzburg-Schweinfurt, Fakultät Gestaltung

Bisher erschienen

Florian Arnold, Philosophie für Designer
Gerhard Schweppenhäuser, Medien: Theorie und Geschichte für Designer
​David Herzog, Recht für Designer

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