Natalie Wilke
T 49 (0)69.800 59-311
Westflügel, Raum D101
Lehrgebiet
Fachrichtung/Bereich
Fachbereich
Funktion
Künstlerische Mitarbeiterin
Natalie Wilke (M.A., M.Ed.) ist künstlerische Mitarbeiterin am Lehrgebietelektronische Medien an der HfG Offenbach. Ihre künstlerische Forschung bewegt sich im Spannungsfeld Video, Animation und konzeptuelle Medienkunst. Ausgangspunkt ist ein orts- und kontextbezogener Umgang mit elektronischen Medien im Sinne eines erweiterten Raumbegriffs, in dem reale Szenerien mittels 3D-Scan, Animation oder KI in hybride Werkformen überführt werden. Theorie, Recherche und Textproduktion sind dabei integrale Bestandteile des künstlerischen Prozesses. Sie ist au.erdem Teil des hochschulübergreifenden Forschungsprojekts „Digitale Perspektiven in der Kunst“.
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Lehre
E-Media-Punk
Gestaltungsseminar SoSe2026, Hauptstudium
Punk ist weniger Stil als Haltung: roh statt polished, widerspenstig statt gefällig, zweckentfremdend statt regelkonform. Auf elektronische Medien übertragen, bezeichnet punk einen künstlerischen Umgang mit Technik und digitalen Tools, der nicht auf Perfektion, Effizienz oder technische Souveränität abzielt, sondern auf Reibung, Fehler, Improvisation und Aneignung.
Was passiert, wenn veraltete Software oder KI-Modelle, kaputte Interfaces, schlechte Auflösungen, Fehlfunktionen, trashige Effekte oder unpassende Tools nicht als Mangel, sondern als ästhetisches und kritisches Potenzial begriffen werden?
Das Seminar E-Media-Punk möchte im gemeinsamen Austausch diese Momente in den Fokus nehmen: das Trashige, Unfertige, Umcodierte; Medien, die gegen ihre vorgesehene Verwendung eingesetzt werden, und für eine Praxis, die sich zwischen Widerstand, Humor und formaler Radikalität bewegt.
Das Seminar nimmt theoretisch außerdem Arbeitsweisen in den Blick, die sich an Schnittstellen von Glitch Art und Post-Digitalität verorten lassen. Glitch-Praktiken machen Fehler, Störungen und Dateistrukturen produktiv; post-digitale Ansätze richten den Blick auf digitale Kultur jenseits von Neuheitsversprechen und Perfektionslogik. Zeitgenössische Künstlerische Positionen liefern dafür wichtige Bezugspunkte.
Ausgangspunkt des Seminars ist dabei auch eine Beobachtung aus dem Hochschulkontext der HfG selbst: „punk“ taucht im Zusammenhang mit E-Medien zunehmend als produktiver Begriff auf, um bestimmte Arbeiten, Haltungen und Ästhetiken zu beschreiben. Gemeinsam wollen wir diesem Begriff nachgehen, seine ästhetischen, technischen und politischen Implikationen ausloten und fragen, was eine solche Praxis heute in der Kunst bedeuten kann.
Elektronisches Bild
Gestaltungsseminar, Grundstudium
__Wie kann ich in Echtzeit ein Bild mit Sound verändern, einen riesigen Donut modellieren und virtuell umrunden oder digitale Endlosschleifen schnüren? Kann ich ein Video ohne Kamera machen und meine Ideen ausdrücken sowie ausdrucken?__
Im Mittelpunkt des Einführungsseminars steht die überblicksartige Auseinandersetzung mit elektronischer und digitaler Kunst im Kontext ihrer Zeit sowie mit thereotischen und praktischen Fragestellungen in diesem Zusammenhang.
In einem halb-offenen Format werden Woche für Woche impulsgebend entlang verschiedener thematischer wie technischer Fragestellungen die eigene und andere künstlerische Positionen diskutiert.
Je nach persönlichem Interesse und Fragestellung erarbeiten die Studierenden im Laufe des Semesters eine eigenständige künstlerische Arbeit.
Nach Abschluss des Semesters sind die Seminarteilnehmer*innen in der Lage, Projekte eigenständig zu entwickeln, zu kontextualisieren und vor dem Hintergrund einer eigenen, sich ausbildenden künstlerischen Position zu reflektieren. Außerdem können sie technische Grundlagen anwenden und kennen historische und zeitgenössische Künstler*innen vor dem Hintegrund digitalter Kunst.