Einzelausstellung von HfG-Alumnus Jonas Fahrenberger
In einer kleinen Straße steht ein großes Haus, umringt von Büschen, die den Blick auf den Eingang fast vollständig verschlucken. Auf dem täglichen Weg zur Schule wurde es zum Ausgangspunkt einer Mischung aus Unbehagen und Faszination. Ein Haus, das unscheinbar wirkt und doch zu viel verrät; ein Ort, an dem sich jugendliche Wut, politische Ahnung und kindlicher Aktionismus überkreuzten.
Zwischen Naivität, Übermut und dem Wunsch, etwas bewirken zu können, verdichtete sich der Protest häufig zu einem schnellen Klingelstreich – ein flüchtiges, kaum wirksames Aufbegehren, das rückblickend weniger den Bewohnern des Hauses galt als der eigenen Suche nach politischer Haltung. Es war ein erster tastender Versuch, an der Oberfläche gesellschaftlicher Wirklichkeit zu kratzen.
Die Ausstellung lädt dazu ein, gedanklich in das Gießen der späten Nullerjahre zurückzukehren, in eine Zeit jugendlicher Rebellion und früher Politisierung – und sich gemeinsam mit dem Künstler fünf Minuten zu spät im Klassenraum wiederzufinden.
Eröffnung
14. Februar 2026, 18 Uhr
Neuer Kunstverein Gießen
Kiosk am Alten Friedhof
Ecke Licher Straße / Nahrungsberg
35394 Gießen