5 July 2026

Julia Hainz: ruins of refueling

Juliahainz ruins of refueling

In ruins of refueling geht Julia Hainz der Frage nach der Härte eines Körpers nach, der in Verbindung mit fossiler Energieproduktion steht. In Anlehnung an Cara New Daggetts Konzept der Petromaskulinität geht es dabei darum, körperliche Energie in produktive Bahnen zu lenken: Allzu viel Strömen, allzu viel Begehren zehrt seine Energie auf, lässt sie in verschwenderische, sumpfige Nebenflüsse sickern und droht, ihn nachgiebig und effeminiert werden zu lassen.

Mithilfe somatischer Übungen begibt sich Julia Hainz auf eine körperliche Reise zwischen Energiezufuhr und Erschöpfung, Beschleunigung und Verfall. Autofiktionale Erinnerungen an ihren Vater, der als petro-cowboy seit Jahrzehnten in einer Erdölraffinerie arbeitet verbinden sich mit ihrem Begehren als bike-girl durch die Ruinen zu ziehen. In ihren Schatten erscheinen Szenen wie aus Kathy Ackers ‚broken bike dreams‘ oder Beth Stephens ‚butch biker fantasies‘.

Kuration: Peter Oberloher

Eröffnung mit einer Live-Performance

21. Juli 2026, 18 – 22 Uhr
Opener: Kerstin Cmelka

Artist Talk mit Julia Hainz & Nina Wood

25. Juli 2026, 18 Uhr

H8H.space

Hohenstaufenstraße 8 Hinterhof

60327 Frankfurt a.M.