Julia Hainz: ruins of refueling
In ruins of refueling geht Julia Hainz der Frage nach der Härte eines Körpers nach, der in Verbindung mit fossiler Energieproduktion steht. In Anlehnung an Cara New Daggetts Konzept der Petromaskulinität geht es dabei darum, körperliche Energie in produktive Bahnen zu lenken: Allzu viel Strömen, allzu viel Begehren zehrt seine Energie auf, lässt sie in verschwenderische, sumpfige Nebenflüsse sickern und droht, ihn nachgiebig und effeminiert werden zu lassen.
Mithilfe somatischer Übungen begibt sich Julia Hainz auf eine körperliche Reise zwischen Energiezufuhr und Erschöpfung, Beschleunigung und Verfall. Autofiktionale Erinnerungen an ihren Vater, der als petro-cowboy seit Jahrzehnten in einer Erdölraffinerie arbeitet verbinden sich mit ihrem Begehren als bike-girl durch die Ruinen zu ziehen. In ihren Schatten erscheinen Szenen wie aus Kathy Ackers ‚broken bike dreams‘ oder Beth Stephens ‚butch biker fantasies‘.
Kuration: Peter Oberloher
Eröffnung mit einer Live-Performance
21. Juli 2026, 18 – 22 Uhr
Opener: Kerstin Cmelka
Artist Talk mit Julia Hainz & Nina Wood
25. Juli 2026, 18 Uhr
H8H.space
Hohenstaufenstraße 8 Hinterhof
60327 Frankfurt a.M.