Die Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach trauert um Agnes Meyer-Wilmes, die Anfang des Jahres plötzlich verstorben ist. Wir sind geschockt und unfassbar traurig.
Agnes war seit 2005 an der HfG tätig, seit 2008 als Lehrerin für besondere Aufgaben im Bereich DTP-Gestaltung. Nach einem Grafik-Design-Studium an der Hochschule für Künste Bremen sammelte Agnes Berufserfahrungen in Buchverlagen und Werbeagenturen in München mit dem Schwerpunkt Editorial Design. Seit 1996 arbeitete sie nebenher selbständig mit ihrer Agentur amw-design.
All diese Erfahrungen hat Agnes in ihre Lehre im Fachbereich Kunst eingebracht in ihre vielen Seminare und fachbereichsübergreifenden Projekte. Sie war mehrfach beim Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre nominiert. Als Lehrerin hat sie Generationen von Studierenden geprägt: mit ihrem Fachwissen und ihrer direkten Art, ihrer charmanten Wärme, ihrem großen Herzen und ausgeprägten Humor. Agnes war eine Kämpferin, jede Ungerechtigkeit hat sie empört.
Neben der Lehre hat sich Agnes, Gestalterin die sie mit großer Leidenschaft war, durchweg auch hochschulpolitisch engagiert. Die HfG lag ihr sehr am Herzen und sie hat sie mitgestaltet, als Mitglied des Fachbereichsrats Kunst, als Senatsmitglied und zuletzt als Vorsitzende der Findungskommission für den/die neue HfG-Präsidentin.
Wir sind tief betroffen. Mit Agnes haben wir eine Lehrerin, eine Kollegin und Designerin verloren, einen kritischen Geist und eine herzliche Freundin, die wir sehr vermissen werden.
Bye, bye Agnes!
Für Agnes
Liebe Agnes,
du tolle Kämpferin für die HfG, du wunderbare Künstlerin und wunderbarer Mensch, du wirst uns sehr, sehr fehlen.
Ruhe in Frieden.
Susanne Steinbach
Liebe Agnes,
es ist nicht zu fassen:
Wieso musstest du diese Welt so plötzlich verlassen?
Eben haben wir noch gefeiert und gelacht,
haben uns gemeinsam an Projekte gemacht,
und jetzt diese Lücke, wo du immer warst,
du Herzmensch, du Freundin, du Original.
Mit deinem Lachen könnten wir Hallen füllen,
dein Humor brächte Granit zum Brüllen.
Singen, Tanzen, im Job und im Leben,
bei dir würde es alles immer überall geben.
Deine Direktheit träfe weiter ihr Ziel,
mit Liebe im Herzen, nicht aus bösem Kalkül.
Dein kritischer Geist hätte stets Wärme,
dein Kampfesmut leuchtete auf uns wie Sterne.
Nein, weg sein wirst du nie,
dafür ist dein Abdruck viel zu tief.
Wir werden wieder mit dir lachen,
wo du auch bist, weiter Quatsch machen,
an dich denken, und von dir lernen:
Sich nie zu weit von sich selbst zu entfernen.
Merci! Grüßlies! Mille Grazie, Agnes, für alles!
Dein Jens
Selten habe ich einen Menschen kennengelernt, der seine Arbeit mit solcher Begeisterung und Liebe zum Detail anging wie Agnes Mayer-Wilmes. Egal, ob es ihr Unterricht war, eine Ausstellung oder eine Reihe selbst entwickelter Spiele – Agnes gab immer 100 Prozent ihrer Energie. Wenn Dinge nicht so liefen, wie erwartet, konnte Agnes sich königlich darüber aufregen. Das hatte immer zur Folge, dass rasch eine Lösung für auftretende Probleme gefunden wurde. Agnes hatte die besondere Fähigkeit, keinen Groll zu hegen. Wenn einmal der Zorn über ein Missgeschick verraucht war, schloss Agnes sofort wieder Frieden mit der Welt.
Eines ihrer zahlreichen Herzens-Projekte waren Wortspiele, die sie in Zusammenarbeit mit dem Klingspor Museum und der Veranstaltungsreihe »Buchbar« entwickelte. Über Monate hinweg gestaltete sie Spielfelder, die auf Zeitungspapier gedruckt wurden um sie – wie Papiertischdecken und Servieten – ausbreiten zu können. Bis zum finalen Produkt wurden etliche Meter Rollenpapier umgespult, um Testdrucke der Spielfelder anzufertigen. Es ist noch gar nicht lange her, dass die gedruckte Auflage dieser Entwürfe geliefert wurde: Textspiele – die Zeitung für Buchstaben und Spiele.
Agnes war glücklich, wenn sie ein freudiges Lächeln auf die Gesichter ihrer Mitmenschen zaubern konnte und ich bin sehr zuversichtlich, dass ihr das, durch ihre Werke, immer wieder gelingen wird.
Danke, Agnes für die glückliche Zeit an der HfG!
Jörg Langhorst
Agnes
Zielsicher in deinem Geschmack
Immer auf der Suche nach dem besonderen Kick, der getragenen Grafik.
Agnes, es war so selbstverständlich, dir auf der Terrasse zu begegnen, im Flur oder bei Sitzungen, in der Kantine, auf dem Hof, ein kurzer Besuch in deinem Büro oder auf ein Glas Wein und leckerem Essen.
Feiern, tanzen, plaudern, diskutieren. nichts davon wird mehr sein
Ich werde dich nicht mehr treffen, mich über deine interessante und wohlüberlegte Erscheinung freuen, etwas gossip austauschen, lachen, kurz auf den neuesten Stand bringen.
Das alles konnte man so gut mit dir
Agnes Agnes Agnes
Freundin und Versteherin
Es ist unendlich schade
Agnes du wirst mir fehlen
….sowas von…
# Nina
Liebe Agnes,
deine Herzlichkeit, Unverblümtheit und dein Humor haben in ihrer einmaligen Kombination jede Begegnung mit dir ausgezeichnet.
In dankbarer Erinnerung behalten werde ich, wie großzügig du in verschiedenen Kontexten deine Zeit und deine Expertise eingebracht hast. Als ich einen kleinen Einblick in deine Lehre erhalten durfte, war ich beeindruckt und angesteckt von deiner Begeisterung für das Neue ebenso wie das Tradierte. Es hat mich inspiriert, mit welcher Leidenschaft und Integrität du dich für das, wovon du überzeugt warst, eingesetzt hast.
Du wirst mir fehlen.
Helena
Liebe Agnes,
dein enormes Engagement in der Lehre und für die Hochschule ließ keinen Zweifel daran, wie sehr es dir eine Herzensangelegenheit war, den Studierenden nicht nur neue Fähigkeiten zu vermitteln, sondern auch ein tiefes Verständnis für die Themen zu ermöglichen – und die Hochschule zu einem Ort zu machen, der dafür den nötigen Raum bietet.
In deinen Kursen fühlte ich mich, im positiven Sinne, in meine Oberstufenzeit zurückversetzt. Ich war tief beeindruckt davon, wie produktiv, konsequent durchdacht und sorgfältig gestaltet dein Unterricht war und wie sehr es dir am Herzen lag, alle Studierenden mitzunehmen. Niemand wurde auf der Strecke gelassen – aber wehe, man war unpünktlich oder hatte seine Hausaufgaben vergessen.
Seither habe ich kein Dokument mehr angelegt und mich für keine Schriftart entschieden, ohne dabei schmunzelnd an dich und deine Kurse zurückzudenken und zu versuchen, das Gelernte gewissenhaft anzuwenden.
Deine aufrichtige Empörung über alle Ungerechtigkeiten und allen Unfug, die unverblümte und direkte Art, wie du deine Meinung gesagt hast, jedes Lob und jeden Tadel, den du ausgeteilt hast, dein zärtlicher Blick, dein wunderbares Lachen, die Gespräche auf der Raucherterrasse und alles, was ich von dir lernen durfte, sind wunderschöne Erinnerungen und machen mich unendlich glücklich und dankbar, dass ich dir begegnen durfte.
Deine Sarah