Stand Jetzt – Forschung aus Kunst und Design (Ringvorlesung)
Plakat: Mignon Vahl.
Mit »Stand Jetzt – Forschung aus Kunst und Design« startet der Promotionsbereich der HfG Offenbach ab dem Wintersemester 2026/27 eine öffentliche Ringvorlesung im Klingspor Museum Offenbach zu einzelnen Promotionsprojekten. Beginn der Reihe ist der 10. November2026 mit insgesamt drei Veranstaltungen im WS 26/27. Der Eintritt ist frei.
10.11.2026 18:30-20:00 Uhr
Sabine-Lydia Schmidt »Open Air - Vortrag & Zine-Launch zu Musikpavillon-Typologien in europäischen Luftkurorten«
Die Dissertation widmet sich der architektonischen, kulturellen und performativen Bedeutung von Musikpavillons in europäischen Kurorten. Als zentrale Elemente historischer Kurparks werden sie kunst- und architekturwissenschaftlich untersucht – mit Fokus auf ihre skulpturale Qualität, Nutzungsgeschichte und akustische Besonderheiten. Sabine Lydia Schmidt promoviert in der Kunstgeschichte an der HfG.
17.11.2026 18:30-20:00 Uhr
Anoushirvan Masoudi »Displaced Bodies and Noisy Memories. Amateur-Videokultur und Untergrundmedien im postrevolutionären Iran.«
Diese praxisbasierte Dissertation untersucht die Entstehung einer spezifischen vernakulären Amateur-Videokultur im postrevolutionären Iran der 1980er und 1990er Jahre. Nach der Revolution von 1979 etablierte die Islamische Republik ein rigides visuelles Regime der Sittsamkeit, verdrängte die Populärkultur der vorrevolutionären Zeit und regulierte die Sichtbarkeit des Körpers im staatlichen Fernsehen. Gleichzeitig zirkulierte innerhalb eines illegalen Untergrundnetzwerks geschmuggeltes VHS-Bootleg-Material mit Aufnahmen aus der Zeit des Schahs, Bollywood-Filmen sowie iranischem Exilfernsehen aus Los Angeles (Tehrangeles). Anoushirvan Masoudi promoviert in der Medientheorie an der HfG.
02.02.2027 18:30-20:00 Uhr
Rike Zöllner »Das Kostüm als Performance: inszenierte Verflechtungen von Körper, Raum, Bewegung und Materialität«
Die Arbeit untersucht Kostüme nicht nur als Beiwerk von Inszenierungen, sondern als aktive, performative Elemente mit dramaturgischem Potenzial. Im Fokus stehen sogenannte costume-led performances, in denen das Kostüm Ausgangspunkt und zentrales Gestaltungselement ist. Dabei werden traditionelle Rollen von Körper, Kleidung und Bühne hinterfragt, neue narrative und interaktive Möglichkeiten ausgelotet. Theoretisch und praktisch wird erforscht, wie Kostüme jenseits ihrer visuellen Funktion als eigenständige Träger von Sinn, Identität und Handlung wirken können – und wie sie innerhalb postdramatischer wie auch textbasierter Kontexte neue Formen von Erzählung und Inszenierung ermöglichen. Rike Zöllner promoviert in der Kunstgeschichte an der HfG.
Anmoderation
Prof. Dr. Tom Bieling
Organisation
Riccarda Weih, Tom Bieling, Dr. Dorothee Ader (Klingspormuseum)
Wintersemester 2026/27