Ankauf von documenta‐Kunstwerken
Juewen Zhang
2018
Foto: Atelier Goldstein
Neun Werke der documenta fifteen wurden für die städtischen und staatlichen Kunstsammlungen in der Neuen Galerie und Graphischen Sammlung in Kassel angekauft. Darunter auch zwei Kohlezeichnungen von HfG-Student Juewen Zhang, die in der Raumpräsentation des Atelier Goldstein gezeigt wurden.
Juewen Zhang ist der erste Studierende einer Kunsthochschule in Deutschland, der sich offen mit der Diagnose einer kognitiven Beeinträchtigung beworben hat. Seit 2019 studiert er freie Kunst an der HfG Offenbach. Sein Fokus liegt, so auch in seiner Scheitelserie, auf minutiös gezeichneten Detailaufnahmen, die einen ganz anderen Blick auf die Figur richten.
Über den Erwerb der Kunstwerke hatte zunächst die Ankaufskommission beraten. »Die ausgewählten Werke sind von hoher inhaltlicher und künstlerischer Relevanz für die Kunst und die Arbeitsweise der documenta fifteen. So bilden sie künftig in der städtischen Sammlung das Konzept des Kollektivs ruangrupa ebenso ab, wie die Vielfalt der oft gemeinwohlorientierten künstlerischen Ansätze der d15«, betonte Kulturdezernentin Dr. Susanne Völker.
Die Kunstwerke wurden zum größten Teil über die Lumbung Gallery erworben, einem eigens anlässlich der Weltkunstschau gegründeten Verein, der in Form einer Kooperative die Vermarktung der Kunstwerke übernommen hat. Damit soll Künstlerinnen und Künstlern eine faire Entlohnung zuteilwerden, wobei sie 70 Prozent des Verkaufspreises erhalten. Die übrigen 30 Prozent fließen in einen »Common Pot«, über den gemeinschaftlich entschieden wird und der auch die Finanzierung der Strukturen der Lumbung Gallery ermöglicht.
02.03.2026
Helena, 2024, Kohle auf Papier, 100x70 cm
Foto: Axel Schneider