Design hören

vor 21 Jahren

In einer detaillierten Rezension in »der form - Zeitschrift für Gestaltung. The European Design Magazine« (Nr. 201, März/April 2005) setzt sich der Dekan des Fachbereichs Produktgestaltung - Prof. Bernhard E. Bürdek - mit der soeben erschienenen CD-ROM »Design hören! 21 Texte zur Theorie der Gestaltung von Plato bis heute« auseinander. Ob eine solches Sammelsurium überhaupt als ›Theorie der Gestaltung‹ bezeichnet werden kann, wird eingangs vom Autor in Frage gestellt. Der bildungsbürgerliche Ansatz, Texte von Platon, Elias, Loos, Benjamin, Barthes, Heidegger, Nietzsche, Marx, Eco, Brandes, Selle, Deleuze oder Wiener neu und digital aufzumischen sei typisch für gestalterische Disziplinen, die über keine eigenständige Theorieentwicklung verfügten. Erst die Wechselwirkung von Machen und Reflektieren, von Produkten und Diskursen und die Diskussion von Kontexten bestimmen die Theorie des Designs. Und wenn gar hypermediale Prinzipien negiert werden - wie im vorliegenden Fall - dann liegt das Scheitern des Projektes auf der Hand. In Zeiten von MTV und VIVA gelten einfach andere Maßstäbe.

pm