Rundgangpreise 2018

vor 6 Jahren

Zum 21. HfG-Rundgang wurden im Rahmen der Eröffnungsfeier 12 Preise vergeben.

Rundgangpreis für Bewegtbild und Digitale Medien

vor 6 Jahren

Das Unternehmen Samsung hat 2018 erstmals einen Preis für bewegtes Bild und digitale Medien ausgeschrieben. Dotiert war der Preis mit 3.000 Euro. Die Jury bestand aus Anita Beckers (Galeristin, Frankfurt), Georg Rötzer (Samsung) und Prof. Bernd Kracke (B3-Festivalleiter und künstlerischer Leiter der B3 Biennale, Präsident HfG Offenbach).

Der 1. Preis (2.000 Euro) ging an das Kollektiv BBB_ für »Fully Accessible Body«, der 2. Preis (1.000 Euro) an Matthias Lawetzky für »Appalachian Holler«. Eine lobende Erwähnung verbunden mit dem Sachpreis eines Samsung-Smartphones S9 erhielt Brenda Lien für »Call of Comfort«.

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v.l.: Janna Gaede, Alla Poppersoni, Alex Sahm, Brenda Lien, Matthias Lawetzky, Georg Rötzer

Foto: HfG/Laura Brichta

Rundgangpreis für Awareness und Empowerment

vor 6 Jahren

An der HfG ist vom Gleichstellungsreferat des AStA zum dritten Mal der Awareness-Preis ausgeschrieben worden. Für alle Fachbereiche offen, konnten Arbeiten eingereicht werden, die sich inhaltlich, strukturell, formal, theoretisch, ästhetisch und/oder politisch mit dem Thema Gleichstellung und Diversität auseinandersetzen. Der mit 2.000 Euro dotierte Preis wurde von einer unabhängigen Jury vergeben: Angelina Stross (Gleichstellungsbeauftragte des Instituts Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt), Sarah Klockmann (Mädchentreff Frankfurt), Anna Spindler (Feministisches Künstlerinnenkollektiv).

Der Preis ging an Katharina Hantke für ihre Performance »Du weißt doch, wie es gemeint ist«.

Lobende Erwähnungen erhielten Deike Schwarz für »fluid chemistry« und das Performance-Kollektiv Projekt Opencreek Hotel.​

Aus dem Jurystatement

Der Preis für Awareness & Empowerment wurde dieses Jahr bereits zum dritten Mal vom Gleichstellungsreferat ausgeschrieben und hat auch außerhalb der Hochschule für Aufsehen gesorgt. Lobende Erwähnungen gehen an die Arbeiten von Deike Schwarz und das Performance-Kollektiv Projekt Opencreek Hotel. Wie wichtig feministische Pornografie ist, und wie wichtig es ist, sich über Bilder von Sex, Sexualität und Geschlecht Gedanken zu machen, zeigen Arbeiten von Deike Schwarz. In ihrem Kurzfilm »fluid chemistry« entwickelt sie alternative Bilder, lenkt den Blick weg von Geschlechtsteilen, hin zu Körperflüssigkeiten, Haaren und gemeinsamer Lust. Der Film lässt sich als Kritik an normativer Repräsentation verstehen und setzt diesen etwas entgegen. Das primäre Ziel von Mainstream-Pornos, zu erregen, wird dekonstruiert und provoziert. »Fluid chemistry« spielt mit Uneindeutigkeiten, bricht dadurch binäre Vorstellungen und macht filmisch sichtbar, dass Geschlechter sozial und kulturell konstruiert sind. Der Körper wird in fluid chemistry als ein eine Art lustvolles »Labor für Experimente« erfahrbar. Danke Deike für deine Arbeiten, deine »queere Post-Porn-Intervention«, wir wünschen uns mehr Körperflüssigkeiten, mehr Lust, mehr Filme von dir und möchten dich einladen eine Auswahl deiner Filme im Rahmen des queeren Filmfestivals der Goethe-Uni zu zeigen.

Experimentierend ist auch das Kollektiv Opencreek Hotel. Im Kollektiv arbeitend, bewegt sich ihre Arbeit irgendwo zwischen Installation und Performance, entwickelt werden neue Veranstaltungsformate, Partys, Workshopkonzepte, die dazu einladen, mitzumachen, mitzugestalten, Akteur*in zu werden. Das Projekt ist ständig im Prozess, und im Versuch, durch gemeinsames Ausprobieren und durch Spiel feministische und queere Utopien zu entwickeln. Wir verstehen das Verlassen der Kunsthochschule und die Suche nach neuen vermittelnden Formaten und Utopien, dabei offen für Gespräche und Mitstreiter*innen, als wichtige, aware und empowernde Praxis! Danke euch dafür! Für euer geplantes Festival möchten wir und das Gleichstellungsbüro euch hiermit finanzielle und organisatorische Unterstützung anbieten. Innerhalb der HfG und beim Verlassen der HfG, in Offenbach und darüber hinaus, sind wir mit einer Alltäglichkeit und Normalität von Sexismus und sexualisierter Gewalt konfrontiert. Immer wenn sexistische Übergriffe und sexualisierte Gewalt öffentlich benannt und erzählt werden, reagieren Leute schockiert und scheinen überrascht.

Auch Katharina Hantkes Performance und Installation »Du weißt doch, wie es gemeint ist« benennt die Drastik und Gewaltförmigkeit von Sexismus. Auch ihre Arbeit hinterlässt geschockte Reaktionen. Natürlich sind geschockte, überraschte Aufschreie wichtig - noch wichtiger ist es aber, zu betonen, dass es sich nie um einzelne Vorfälle handelt. Sexismus ist omnipräsent und alltäglich. Sexistische Übergriffe sind kein vereinzeltes Problem, sondern werden durch dahinterstehende sexistische Strukturen erst ermöglicht. Darum geht es auch Katharina Hantke in ihrer Arbeit. Sie schafft eine Erfahrung der Omnipräsenz von Sexismus, vermischt einzelne Geschichten und Vorfälle zu einer Collage. Dadurch, dass alltäglicher Sexismus nicht bekämpft wird und sich immer und immer wieder wiederholt, erscheint er normal und wird unsichtbar, und es wird schwer, über Erfahrungen zu sprechen. Katharina Hantke hat im Verlauf ihrer Arbeit viele Gespräche geführt, Leute zum Sprechen aufgefordert und durch das Wiedergeben der erlebten Geschichten und Erfahrungen in ihrer Performance zur Sichtbarkeit geholfen. Die Performance konfrontiert das Publikum außerdem mit Sprüchen, die Leute, die Übergriffe erlebt haben, häufig aushalten müssen. Sprüche wie der Titel »Du weißt doch wie es gemeint ist«, die bagatellisieren, die Schuld umkehren und bei den Betroffenen suchen. Dadurch formuliert die Performance eine Kritik an dem sogenannten victim blaming, und daran, dass Sexismus oft zum Problem von Betroffenen gemacht wird, obwohl es alle angeht.

Sexismus und patriarchale Strukturen haben etwas mit Machtverhältnissen zu tun, es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und findet daher leider auch fast überall statt. Um Sexismus zu bekämpfen, und den Schockzustand zu verlassen, ist eine Auseinandersetzung mit sexistischen Strukturen – an der Uni und außerhalb der Uni – unvermeidbar. Es braucht Einmischung und Kritik und Reaktionen, sodass Sexismus ausüben unmöglich wird. Katharina erzählt von Sexismus an der HfG mitten im Gebäude der HfG und versucht etwas sichtbar zu machen, was viele nicht sehen wollen – auch aus diesem Grund haben wir die Arbeit für den Preis für Awareness und Empowerment ausgewählt!

Schaut euch die Performance an, seid gewarnt, dass explizite Gewalterfahrungen geschildert werden und triggern können, sucht euch Unterstützung und supportet eure Freund_innen. Wir wünschen uns den Aufbau von antisexistischen, unterstützenden Strukturen an der HfG, fordern eine Auseinandersetzung und Debatte an der Uni und möchten dem mit der Verleihung des Awareness und Empowerment-Preises an Katharina Hantke für ihre herausragende Arbeit »Du weißt doch, wie es gemeint ist« Nachdruck verleihen. Herzlichen Glückwunsch!

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Katharina Hantke

Foto: HfG/Laura Brichta

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Deike Schwarz

Foto: HfG / Laura Brichta

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Katharina Hantke und Dominik Keggenhoff

Foto: HfG / Laura Brichta

HfG Fotoförderpreis der Deutsche Börse Photography Foundation

vor 6 Jahren

Der HfG Fotoförderpreis der Deutsche Börse Photography Foundation ist 2018 zum achten Mal für eine künstlerische fotografische Arbeit ausgeschrieben worden, die während des 21. HfG-Rundgangs ausgestellt wurde. Der Jury gehörten die renommierte Fotografin Barbara Klemm, die Direktorin der Deutsche Börse Photography Foundation, Anne-Marie Beckmann und der Präsident der HfG, Prof. Bernd Kracke an.

Mit dem mit 2.500 Euro dotierten HfG Fotoförderpreis der Deutsche Börse Photography Foundation ausgezeichnet wurde

Jana Bissdorf für »Wege zum Glück«.

Die Jurybegründung

In »Wege zum Glück« kombiniert Jana Bissdorf Fotografien aus Räumen ihres persönlichen Umfelds mit gefundenen kleinen schwarz-weiß Fotografien, die sie physisch in die großformatigen Farbfotografien mit Einschnitten transplantiert. Die zusammengefügten Aufnahmen verweisen unabhängig voneinander auf unerzählte Geschichten, die sowohl zeitlich als auch visuell differieren, aber miteinander einen subtilen, ironischen und bisweilen verstörenden Dialog eingehen. Jana Bissdorf schreibt hierzu: »Es ist das stetige Laufen und Suchen und – Stolpern und Finden, über Formen und Gerüche, Farben, Geschichten. Augenblicke die reizen, weil sie erinnern. Augenblicke, welche die Zeit dehnen oder erstarren lassen, ins Unermessliche beschleunigen, vom Rand des Zyklopen zurückführen in sein Auge.«

Eine lobende Erwähnung ging an Tatiana Vdovenko für »mails at midnight«/»stranded s.o.«.

Die Jurybegründung

Tatiana Vdovenko präsentiert in ihrer Werkgruppe »stranded s.o.« und ihrem Künstlerbuch »mails at midnight« Einblicke in persönliche und intime Momente. Als visuelle Fragmente erzählen sie von emotionalen Augenblicken und Zuständen. Die liebevoll miteinander kombinierten schwarz-weiß- und Farbfotografien erschaffen dabei ein berührendes und poetisches Miteinander.

Deutsche Börse Photography Foundation

Die Deutsche Börse Photography Foundation ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Frankfurt. Die Schwerpunkte der Stiftungsaktivitäten liegen im Bereich Sammeln, Ausstellen und Fördern von zeitgenössischer Fotografie. Im Jahr 1999 hat die Gruppe Deutsche Börse mit dem Aufbau ihrer Sammlung zeitgenössischer Fotografie begonnen. Der weitere Ausbau der Art Collection Deutsche Börse, die aktuell mehr als 1.700 Arbeiten von über 120 internationalen Künstlern umfasst, gehört zu den zentralen Aufgaben der Stiftung. Die Sammlung und ein wechselndes Ausstellungsprogramm sind öffentlich zugänglich. Weitere Schwerpunkte sind die Nachwuchsförderung, die Unterstützung von Ausstellungsprojekten internationaler Museen und Institutionen sowie der Ausbau von Plattformen für den wissenschaftlichen Austausch über das Medium. Gemeinsam mit der Photographers' Gallery in London vergibt die Foundation jährlich den renommierten Deutsche Börse Photography Foundation Prize. Die Ausstellung mit Arbeiten der vier Finalisten des „Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2017“ sind aktuell noch bis 17. September im MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main im MMK3 zu sehen.

Mehr Informationen finden sie unter www.deutscheboersephotographyfoundation.org.

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v.l.: Jana Bissdorf, Tatiana Vdovenko

Foto: HfG/Laura Brichta

Rundgangpreis für Bühnenbild und Szenischer Raum

vor 6 Jahren

Der Rundgangpreis für Bühnenbild und Szenischer Raum ist 2018 zum ersten Mal ausgeschrieben worden. Der Preis richtete sich an Studierende der Fachrichtung Bühnenbild und Kostümbild und war mit 2.500 Euro dotiert. Die Jury bestand aus Dr. Philipp Schulte (Hessische Theaterakademie), Natascha Pflaumbaum (Hessischer Rundfunk) und Marietta Lüders.

Ausgezeichnet wurde Lucia Bushart für »one club 18«.

Die Jurybegründung

Lucia Bushart hat mit »one club 18« einen Raum geschaffen, der eine typische Clubsituation simuliert. Die Jury überzeugte der reflektierte Umgang mit einem immersiven Raumkonzept, das nicht mit ästhetischer Überfrachtung operiert, sondern über Redutkion funktioniert. Die Arbeit zielt vor allem auf zwei Sinne: auf das Riechen und auf das Hören, bei gleichzeitigem Entzug visueller Eindrücke. Dadurch löst der Raum einen großen Affekt aus, der eine banale Alltagssituation ästhetisch überhöht und als buchstäbliche Schwellenerfahrung wahrnehmbar werden lässt. 

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Lucia Bushart

Foto: HfG/Laura Brichta

DAAD-Preis 2018 für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender

vor 6 Jahren

Auch in diesem Jahr wurde wieder der seit mehr als zehn Jahren vergebene DAAD-Preis im Rahmen des Rundgangs vergeben. Der Preis soll dazu beitragen, den großen Zahlen ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen Gesichter zu geben und sie mit Geschichten zu verbinden. Damit wird deutlich, dass jeder einzelne ausländische Studierende ein Stück von Deutschland in seine Heimat mitnimmt und etwas von sich in Deutschland lässt – eine Bereicherung für beide Seiten. Die Mittel stammen vom Deutschen Akademischen Austauschdienst in Bonn (DAAD).

Den mit 1.000 Euro dotierten Preis erhielt Hui Qu.

Begründung

Hui Qu gehört seit Beginn ihres Studiums im Fachbereich Design in jeder Beziehung zu unseren begabtesten Studierenden. Bereits im ersten Studienjahr zeigte sich ihre Fähigkeit, mit einer ganz eigenen und besonderen Beobachtung von Alltag und Dingen Konzepte und Lösungen zu entwickeln, die durch besondere Sorgfalt und sichere Gestaltung überraschen und überzeugen. Ihre Auseinandersetzung mit Produktgestaltung zeigt ein breites Spektrum.

Mit Begeisterung und großem Engagement setzt sie sich forschend experimentell mit Materialien und ihren funktional-performativen Möglichkeiten auseinander. Auf der anderen Seite zeichnet sie eine hervorragende analytische und konzeptionelle Stärke aus. Im Kontext komplexer Infrastrukturprojekte entwickelte sie konzeptionelle Ansätze, die das Thema Recycling und öffentliche Mobilität mit einem völlig neuen Lösungsansatz verbinden. In ihrem Projekt MUUV verbindet sie die Mobilität des ÖPNV mit dem Konzept einer autonom fahrenden Straßenbahn ohne Gleise und Oberleitung, um nicht nur Personen, sondern auch Abfälle zu den Entsorgungsunternehmen zu transportieren. Hui Qu zeichnet sich durch eine hohe Sorgfalt in der Durcharbeitung aus. Sie ist sehr am Detail interessiert und dennoch in der Lage, starke Konzepte zu  entwickeln. Experimentelle Ansätze und eher analytische Konzeptionen kann sie miteinander verknüpfen. Hui Qu entwickelt unterschiedlichste Konzepte, die immer eine sehr hohe  gestalterische Qualität aufweisen. Sie ist bereits jetzt in der Lage, die große Bandbreite im zeitgenössischen Design mit ihren sehr unterschiedlichen Arbeiten zu bereichern.

In leichter Weise formuliert Sie ihre überzeugenden Gedanken und Entwürfe. Ihre Persönlichkeit beeindruckt. Sie ist bescheiden und wirkt eher zurückhaltend, ist aber sehr eigenständig, unabhängig und sicher.

Sie ist sehr gut integriert und bereichert den Fachbereich mit ihrer fachlichen Kompetenz und ihrer offenen und zugewandten Persönlichkeit. So betreut sie seit 2017 die Buchbindewerkstatt für Studierende des Fachbereichs Design und gibt dort immer wieder Workshops. Die teilnehmenden Studierenden schätzen ihre Arbeit und Hilfsbereitschaft sehr.

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Hui Qu

Foto: HfG/Laura Brichta

Rundgangpreis für Designtheorie

vor 6 Jahren

Zum Rundgang 2018 wurde zum vierten Mal im Fachbereich Design der Rundgangpreis Theorie für Studierende verliehen, der herausragende Theoriearbeiten des Fachbereichs auszeichnet. Der mit 2.500 Euro (je 1.000 Euro für Diplomarbeiten, 500 Euro für das Essay) dotierte Preis wurde von der Fachzeitschrift »design report« zur Vergügung gestellt.

Von den Offenbacher Hochschullehrern Prof. Martin Gessmann, Prof. Klaus Klemp und Dr. Thilo Schwer wurden Arbeiten aus ihren Seminaren vorgeschlagen, die durch eine externe Jury, bestehend aus Prof. em. Dr. Bernhard Bürdek (ehem. HfG-Professor, FB Design), Prof. Dr. Petra Eisele (Hochschule Mainz), Wiebke Lang (Chefredakteurin design report) und Andrej Kupetz  (Hauptgeschäftsführer Rat für Formgebung), beurteilt wurden.

Preisträger_innen

Judith Block, »Animojis«

Kategorie: Diplom

Betreuer: Prof. Dr. Martin Gessmann

Preisgeld: 1.000 Euro

In Schwaben gibt es einen schönen Ausdruck: jemand sei »schneller als Kächeles Katz«. Das gilt auch für die Autorin der Diplomarbeit, die jetzt prämiert wurde. Judith Block hat sich eines Produkts angenommen, noch ehe es auf dem Markt recht Fuß gefasst hat. Es geht um »Animojis«, die kleinen, niedlichen und goldige Avatare, die auf Apple- und Samsung-Smartphones unsere Mimik wiedergeben ­– immer dann, wenn wir uns im Live-Chat mit anderen unterhalten. Judith Block entdeckt in unserem Treiben mit den Animojis ein besonderes Maskenspiel, über das es sich nachzudenken lohnt. Bewundernd und kritisch zugleich: denn die neue Technologie kann uns auch manipulieren, und die cuteness, ihre hinein-designte Nettigkeit, uns aufs Datenschutz-Gemüt schlagen.

Tina Schäfer/Janika Jürmann, Lufthansa Bordgeschirr, Wettbewerbsbeitrag der Braun Designabteilung

Kategorie: Hausarbeit

Betreuer: Prof. Dr. Klaus Klemp

Preisgeld 1.000 Euro

Die Hausarbeit hat im Rahmen der Aufarbeitung des Braun-Modell-Archivs im Museum Angewandte Kunst eine vorbildliche Leistung erbracht. Die zu untersuchenden Modelle wurden zunächst akribisch inventarisiert und dann in einen designgeschichtlichen Kontext gestellt. Dabei wurden auch andere Bord- und Systemgeschirre mit den Entwürfen verglichen und produktsemantische Unterschiede herausgearbeitet. Ein Schwerpunkt lag auch auf dem Entwurfsprozess, der an verschiedenen Modelstadien analysiert wurde. Schließlich beinhaltete die Arbeit auch überzeugende Überlegungen zu einer möglichen musealen Präsentationsform der Objekte.

Andreas Grzesiek, »HTC Vive«

Kategorie: Essay

Betreuer: Dr. Thilo Schwer

Preisgeld: 500 Euro

Andreas Grzesiek diskutiert in seinem Essay die Frage, ob und wie virtuelle Räume haptisch erfahrbar sein können. Dazu analysiert er den Controller »HTC Vive« in seinen multisensorisch wahrnehmbaren Eigenschaften und setzt diese mit den visuellen Repräsentationen sowie Funktionen in VR-Spielen in Beziehung. Seine Arbeit überzeugt durch die präzise Beschreibung von Wahrnehmungseindrücken und deren Verknüpfung mit übergeordneten Gestaltungsfragen. Dadurch zeigt er die Bedeutung theoretischer Reflexion für die Lösung neuer Designaufgaben.

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v.l.: Judith Block, Tina Schäfer, Janika Jürmann, Thilo Schwer

Foto: HfG/Laura Brichta

HfG Rundgangpreis der FAZIT-Stiftung

vor 6 Jahren

Grafikdesign/Illustration

Die FAZIT-Stiftung hat zum Rundgang 2018 an der HfG zum sechsten Mal den mit 2.500 Euro dotierten Rundgangpreis im Fachbereich Kunst mit Schwerpunkt Grafikdesign/Illustration, ausgeschrieben. Die Jury bestand aus Andreas Liedtke (HORIZONT), Christian Riethmüller (FAZ Rhein Main Kultur) und Eva Linhart (Kuratorin Buchkunst und Grafik, Museum Angewandte Kunst Frankfurt)

Mit dem Preis ausgezeichnet wurden (je 1.250 Euro)

im Bereich Illustration Tatjana Prenzel für »Und sie kamen immer wieder«

im Bereich Grafikdesign Josefine Köhler und Jana Bleckmann für »SituationII«.

Die Jurybegründung

In diesem Bereich herrschte insgesamt ein sehr hohes Niveau mit Ausflügen in die bildende Kunst, so dass den Juroren die Auswahl sehr schwer gefallen ist. Mit Konzentration auf Illustration und Grafik entschieden wir uns für zwei Arbeite.

Im Bereich Illustration geht der Preis an Tatjana Prenzel für ihre raum-bild-installative Arbeit »Und sie kamen immer wieder« nach Raymond Carver. Seinen dichten Erzählstil transformiert sie zu einem Ereignis, das dem Begriff Illustration eine performative Qualität abgewinnt und zugleich den Short Stories eine räumliche Präsenz gibt. Im Bereich Grafikdesign haben wir uns für Josefine Köhlers und Jana Bleckmanns Arbeit »Situation II« entschieden. Uns beeindruckte ihr Spiel im und mit dem öffentlichen Raum und ihre Inszenierung von Quasi-Symbolen, die sogar den industriell-architektonischen Umraum integrieren und mittels der überdimensionalen Kugeln jedem zum Mitspieler werden lassen.

Die FAZIT-Stiftung Gemeinnützige Verlagsgesellschaft mbH wurde im Jahr 1959 gegründet und fördert gemäß der Satzung neben Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung auch Museen und Kultur.

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v.l.: Tatjana Prenzel, Josefine Köhler, Jana Bleckmann

Foto: HfG/Laura Brichta

Rundgangpreis 2018 der Frankfurter Künstlerhilfe

vor 6 Jahren

Die Künstlerhilfe Frankfurt e. V. hat in diesem Jahr an der HfG Offenbach zum sechsten Mal im Fachbereich Kunst einen mit 3.000 Euro dotierten Rundgangpreis ausgelobt. Die Jury bestand aus Anne-Marie Beckmann (Direktorin Deutsche Börse Photography Foundation, Kuratoriumsmitglied Frankfurter Künstlerhilfe).

Der Preis ging an Sara Nabil für »The lost Identities of Century« und »My world«.

Die Jurybegründung

In ihren Arbeiten beschäftigt sich Sara Nabil mit Fragen nach Identität und Verortung von Flüchtlingen. Zum einen wird dabei der Reisepass als zentrales Dokument der Identifikation thematisiert und gleichzeitig in seiner Bedeutung für die Identität und Geschichte der Geflüchteten hinterfragt. Desweiteren stellt sie in Form einer Installation den Kontrast zwischen dem realen Raum ankommender Flüchtlinge und ihren Sehnsuchtsorten der Herkunft und Ankunft dar. Sara Nabils Arbeit visualisiert dabei auf berührende Weise eine komplexe Thematik. Ihrer Präsentation in der zuvor als Flüchtlingslager genutzten Kunsthalle entfaltet dabei eine besondere ortsspezifische Wirkung.

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v.l.: Anne-Marie Beckmann, Sara Nabil, Harald Meyer

Foto: HfG/Laura Brichta

Design meets ...

vor 6 Jahren

Rundgangpreis des Kunstgewerbevereins Frankfurt am Main e.V.

Der Rundgangpreis des Kunstgewerbevereins Frankfurt unter dem Motto »Design meets ...« ist 2018 zum ersten Mal im Fachbereich Design ausgeschrieben worden.

Eingereicht werden konnten Arbeiten und Projekte, die mit einer besonderen Innovationskraft Design mit einem weiteren großen Thema verbinden, zum Beispiel:

Design meets ... medicine

Design meets ... science

Design meets ... religion

Design meets ... foreign  culture

Design meets ...

Das Preisgeld betrug 1.500 Euro. Die Jury bestand aus Ulrike Müller (Vorstand Kunstgewerbeverein), Katharina Pennoyer (Grafikdesignerin, Alumna der HfG) und Anette Lang (Produkdesignerin).

Aufgrund der Vielfalt und der hohen Qualität der Entwürfe hat die Jury entschieden, dass der Rundgangpreis des Kunstgewerbevereins 2018 an vier Kandidat_innen vergeben wird, zwei 1. und zwei 2. Preise.

500 Euro gehen an Emilie Burfeind und Andreas Grimm für »Responsibility«, Experimente mit dem Material Zellulose, eine »nachhaltige Alternative für generative Fertigungsverfahren. Aus der Natur zurück in die Natur«.

500 Euro gehen an Judith Block für »sustainability«, eine Servicedrohne zur Früherkennung von Schädlingen und deren biologischer Bekämpfung, was zur Erhaltung der Biodiversität und des Ökosystems beiträgt.

250 Euro gehen an Anita Bhuiyan für »Hexacopter«, autonomes Lufttaxi zur Personenbeförderung.

250 Euro gehen an David Maurer für »Mobility«, eine einfache und verblüffende Idee, ein Fahrrad mit einem Griff in ein Transportfahrrad zu verwandeln.

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v.l.: Anita Bhuiyan, David Maurer, Emilie Burfeind, Andreas Grimm, Judith Block, Ulrike Müller  

Foto: HfG/Laura Brichta

Rundgangpreis für Kunsttheorie der Schleicher-Stiftung für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit

vor 6 Jahren

Zum ersten Mal hat die Schleicher-Stiftung den Theoriepreis im Fachbereich Kunst ausgelobt. Das Preisgeld ist durch die Förderung der Schleicher-Stiftung für die kommenden zehn Jahre gesichert und würdigt jährlich die beste schriftlich-theoretische Diplomarbeit aus dem Fachbereich Kunst. Der Preis ist mit 1.500 Euro dotiert, als Jury fungiert die Diplomkonferenz des Fachbereichs Kunst der HfG.

Ausgezeichnet wurde Sarah Schweizer für »Das Bild im Bild: Looking at installation views«.

Auszüge aus den Gutachten von Prof. Dr. Christian Janecke als Jurybegründung

»Das Bild im Bild: Looking at installation views« hat zu tun mit der fotografischen Dokumentation und Distribution (wiederum über digitale Kanäle) von Ausstellungen, bei denen die Art der Aufnahme, die Art der Herrichtung und Inszenierung der zu fotografierenden Werke einen Einfluss auf unsere Sicht dieser Kunstwerke gewinnt, welcher vergleichbar ist den Auspizien der Ausstellungssituation als solcher. Beispielsweise werden im sog. »White Cube« Werke ja möglichst ablenkungsfrei gezeigt, es soll nur um Kunst gehen –doch preludiert dieser Ausstellungsweise eben bereits eine bestimmte Weise der fotografischen Repräsentation entsprechender Werke in Ausstellungen. Also ein Thema, dass die Kontexte der Kunst, des Zeigens und der medialen Repräsentation von Kunst (auch und insbs. auf digitalen Portalen zur Gegenwartskunst) aufgreift, dies besonders genau und gut mit Blick auf die Rolle der Fotografie seit der Moderne des 20. Jhs. und so bis heute.

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Sarah Schweizer, Sascha Mintkiewicz

Foto: HfG/Laura Brichta

Tischkultur: Rundgangpreis der Kulturstiftung des Hauses Hessen

vor 6 Jahren

Zum ersten Mal hat die Kulturstiftung des Hauses Hessen 2018 einen Preis zum Thema Tischkultur ausgelobt. Der Preis war mit 2.500 Euro dotiert und richtete sich an Studierende der beiden HfG-Fachbereiche Kunst und Design.

Die Kulturstiftung des Hauses Hessen beherbergt in Schloss Fasanerie bei Fulda die größte private Porzellansammlung Deutschlands und besitzt herausragende Exponate der Tischkultur (Silber, Gläser, Tischwäsche und -dekoration, Möbel). Die Kulturstiftung begrüßt den Dialog der Wettbewerbsarbeiten mit den Exponaten in Schloss Fasanerie. Zur Veranstaltung FEINWERK (5. bis 7. Oktober 2018) ist geplant, Arbeiten aus dem Wettbewerb im dortigen Museum zu präsentieren. Der Jury gehörten an: Dr. Markus Miller (Direktor Museum Schloss Fasanerie) und Dipl.-Des. Sybille Fleckenstein (speziell Produktgestaltung, Alumna der HfG).

Die Jury hat zwei 1. und zwei 2. Preise vergeben,

Mit dem Preis ausgezeichnet wurden:

Tania Felske für »Platzdeckchen mit Tischmanieren« (1.000 Euro)

Leonie Kunkel für »Timetravelling« (1.000 Euro)

Mary Manalo für »Double Shot« (250 Euro)

Marie Sophie Leicht, »Ohne Titel« (250 Euro)

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v.l.: Marie Sophie Leicht, Mary Manolo, Leonie Kunkel, Tania Felske

Foto: HfG/Laura Brichta

Wöhner Innovationspreis 2018 für Industrial Design

vor 6 Jahren

Der Wöhner Innovationspreis für Industrial Design ist 2018 zum siebten Mal im Rahmen des Rundgangs vergeben worden. Gestiftet wurde der mit 2.500 Euro dotierte Preis von Wöhner GmbH & Co. KG. Das fränkische Unternehmen setzt seit mehr als 20 Jahren konsequent auf Design in der Unternehmenskommunikation und in der technischen Entwicklung. Die Jury bestand aus Sebastian Bulitta (Bulitta&Partner, Frankfurt) und Tobias Adami, (BMW Designworks, München).

Mit dem Preis ausgezeichnet wurde Shaohui Huang für »Cleanworks«.

Die Jurybegründung

»Cleanworks« ist ein Produkt- und Prozesskonzept, dass in seiner Ausführlichkeit wie ein Pilot für das Design von Heute und in der Zukunft im Sinne eines umfassenden Designansatzes steht. In einem stimmigen Konzept werden 2-, 3- und 4-dimensionale Gestaltungsthemen professionell behandelt und souverän in Form gebracht.