Digital Design
v. l. Prof. Janina Anjuli Schmidt & Dipl.-Des. Carina Moser
Foto Steffen Boettcher
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Prof. Janina Anjuli Schmidt
T +49 (0)69.800 59-159
Hauptgebäude, Raum 206 a&b
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Carina Moser
Funktion
Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen
T 49 (0)69.800 59-324
Hauptgebäude, Raum 201a
Kontakt
Digitale Produkte und Anwendungen spielen eine immer größere Rolle in unserem Leben und werden sowohl zu Hause als auch bei der Arbeit zu unverzichtbaren Werkzeugen. Digitale Produkte prägen unseren täglichen Umgang und verändern unsere Verhaltensmuster. Wir sind und werden vernetzt mit einer Vielzahl von Produkten und Systemen. Die digitale Transformation ergreift und verbindet vorher unabhängigen Designdisziplinen und Produkte. Kommunikation, Medien und Werkzeuge werden eins auf unseren digitalen Plattformen.
In unserer global vernetzten Welt bekommt der Begriff »Erreichbarkeit« eine ganz neue Bedeutung, z.B. Erreichbarkeit von Informationen, Erreichbarkeit durch verringerte Barrieren wie Distanz, Kultur und Sprache oder auch immer »erreichbar« zu sein. Deshalb hat Digital Design die verantwortungsvolle Aufgabe, Menschen einen freien, sicheren, gleichberechtigten und selbstbestimmten Zu- und Umgang mit digitalen Systeme zu ermöglichen, sowohl einen kritischen Blick auf digitale Produkte und Systeme zu werfen.
Dieses interdisziplinäre und disziplinäre Lehr- und Forschungsgebiet spezialisiert sich auf digitale Produkte, Systeme und Prozesse, als auch auf interactive Schnittstellen und Räume. Studierende erlernen digitale Entwurfsmethoden und -strategien um sinnvolle und intelligente Produkte und Modelle für 2D, 3D und 4D Anwendungsgebiete zu konzeptionieren. Digitale Technologien und Techniken (z.B. Coding und Sensoren) und digitale Interaktions- und Gestaltungsprinzipien (z.B User Interfacedesign und Interactiondesign) werden anhand von praktischen Projekt- und Forschungsarbeiten vermittelt.
Was ist digitales Design?
Digitales Design konzentriert sich auf die Schaffung und Entwicklung digitaler Produkte und digitaler Praktiken. »Digital« beschreibt elektronische Technologien, die Daten erzeugen, speichern und verarbeiten. Daher ist Digitalität direkt or oder indirekt mit Daten verbunden, welche den Kern jedes digitalen Produkts bilden.
Digitale Praktiken beschreiben die Interaktion von Menschen, Daten und »Dingen«, daher die Interaktion von Mensch zu Maschine, Maschine zu Mensch, Maschine zu Maschine oder sogar Mensch zu Mensch über ein digitales Medium.
Digitale Produkte können daher als Übersetzer / Sender zwischen der digitalen und der physischen Welt angesehen werden.
Themenfelder
4D-Gestaltung 1
Digital Experiences & Systems
Interfaces · UX/UI · digitale Produkte · Services · Interaktionssysteme
Dieses Themenfeld widmet sich der Gestaltung digitaler Produkte, Benutzeroberflächen, Interaktionen und vernetzter Systeme. Es untersucht, wie digitale Anwendungen verständlich, zugänglich, sinnvoll und ästhetisch gestaltet werden können – vom einzelnen Interface-Element bis zur umfassenden User Experience.
Studierende beschäftigen sich mit Informationsarchitekturen, Interaktionslogiken, Designsystemen, Prototyping und der Entwicklung digitaler Services. Sie lernen, Bedürfnisse und Nutzungskontexte zu analysieren, Ideen in interaktive Prototypen zu übersetzen und Gestaltung anhand ihrer tatsächlichen Wirkung zu überprüfen.
Dabei geht es nicht nur um die Optimierung bestehender Anwendungen. Ebenso wichtig ist die kritische Frage nach ihrer Notwendigkeit: Muss ein Problem durch eine App gelöst werden? Ist eine digitale Lösung tatsächlich besser als eine analoge, soziale oder organisatorische Alternative? Und welche Folgen hat die Gestaltung für Aufmerksamkeit, Verhalten, Autonomie und gesellschaftliche Teilhabe? Digital Design vermittelt damit sowohl die Fähigkeiten zur Entwicklung überzeugender digitaler Erlebnisse als auch die Kompetenz, bestehende digitale Muster zu hinterfragen und neue Ansätze zu erproben.
4D-Gestaltung 2
Physical Computing & Interactive Environments
Sensoren · Aktoren · Robotik · intelligente Objekte · räumliche Interaktion
Dieses Themenfeld beschäftigt sich mit der Verbindung digitaler Technologien und physischer Gestaltung. Digitale Systeme werden hier nicht nur über Bildschirme erfahrbar, sondern durch Objekte, Materialien, Bewegung, Licht, Klang, Berührung und räumliche Situationen.
Sensoren erfassen beispielsweise Bewegung, Temperatur, Druck oder die Anwesenheit von Menschen. Programmierte Systeme interpretieren diese Daten und steuern über Aktoren physische Reaktionen. So entstehen interaktive Objekte, intelligente Produkte, robotische Systeme und responsive Umgebungen.
Studierende untersuchen, wie solche technischen Zusammenhänge gestalterisch übersetzt werden können: Wie wird eine Maschine verständlich? Wie fühlt sich die Interaktion mit einem intelligenten Objekt an? Wie viel Autonomie sollte ein System besitzen? Und wie können digitale Funktionen so in Form, Material und Bewegung integriert werden, dass sie einen nachvollziehbaren und sinnvollen Mehrwert schaffen? Das Themenfeld verbindet digitales Entwerfen und Programmieren mit experimentellem Modellbau, technischer Umsetzung und der gestalterischen Auseinandersetzung mit physischen Erfahrungen. Es eröffnet eine Schnittstelle zum Industrial Design und Interaction Design und erweitert den Begriff der Benutzeroberfläche über den Bildschirm hinaus.
mimosa. Schüchterne Elektronik.
WiSe 2022/23 | Simon Schmidt-Meinzer
Soundcube Oscillator
SoSe 25 | Lukas Lange, Anna Koitschev, Lion Wolf, Viktoria Bujanovski
Projektarbeiten
Die Projektarbeiten im Lehrgebiet verbinden wissenschaftliche Forschung mit gestalterischer Praxis und gesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen Fragestellungen. In interdisziplinären Arbeitskontexten entwickeln die Studierenden Konzepte, Methoden und Gestaltungslösungen, die sowohl theoretisch fundiert als auch praxisorientiert sind.
Das Projektspektrum umfasst drittmittelgeförderte Forschungsprojekte, ebenso wie Kooperationen mit führenden Akteuren der deutschen Wirtschaft. Ergänzt werden diese durch freie Projektarbeiten, in denen die Studierenden eigene Fragestellungen und innovative Ansätze verfolgen.
News
Forschung zu bürgernahen Digitalservices
Gemeinsam mit der Stabsstelle Digitalisierung der Stadt Offenbach hat das HfG-Lehrgebiet Digital Design das Forschungsprojekts »Offenbacher Testcommunity für innovative Stadtentwicklung« (OTiS) gestartet.