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Poster: Anne Krieger

10 May 2019

Diplomarbeiten

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Kun Ji

Fake-ish

Magazinserie (fünf Broschüren), die aus der Untersuchung und Reflexion so genannter Fakes in sozialen Medien hervorgegangen ist: Fake-ish (nach dem Urban Dictionary: »Predominantly fake but tiny bit of truth in it«).

  • 1. # am I pretty? (Bei diesem Teil handelt es sich um die  Fälschung und Verschönerung von Bildern in sozialen Medien)
  • 2. # BELIEVE ME! ( Es geht um Fakenews in sozialen Medien und irreführende politische Slogans)
  • 3. # on the Internet, nobody knows you’re a dog. (Falsche Identität in sozialen Medien wird aufgezeigt.)
  • 4. # 打脸 - smack oneself in the face (Hier diskutieren wir über den typischen Fake-Typ in chinesischen Sozialmedien: das Kaufen der gefälschten Konten, Followers und Kommentare)
  • 5. # E-friends (In diesem Teil geht es um die so genannte Zombie-Freunde in sozialen Medien)

Betreut durch:

Prof. Klaus Hesse (Praxis)

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Xi Luo

Alles hat eine Seele. Die Seele wohnt in den Objekten. Wenn ein Objekt lange genug benutzt wird, wird alles in der Natur einen eigenen Geist hervorbringen und das Objekt lebendig machen. Wenn diese Objekte eine Seele bekommen, werden sie sich selbst verändern. Wir, als Menschen, sind uns nicht sicher, was stattfinden wird. Oder wir wissen auch nicht, ob es überhaupt eine Veränderung gibt. In Asien finden wir, dass das Ungewisse hat eine sehr Spezielle Ästhetik hat.

Es ist ein bisschen wie das Experiment mit Schrödingers Katze — wenn wir hingehen und die Kiste öffnen, dann haben wir den Zustand verändert. Das heißt, wir zerstören die Ungewissheit. Dies ist einer der Gründe, warum im Osten die traditionelle Architektur einen Raum für die Schatten lässt. Wir denken, dass der Schatten und die Dunkelheit schön sind, da die Dinge im Schatten unsichtbar werden. Unsichtbare und ungewisse Dinge geben uns ein geheimnisvolles Gefühl von Schönheit. Das Hauptthema dieses Projekts sind die alten Artefakte (zum Beispiel eine Tasse, Teekanne, Tisch und Stuhl). Die Szene möchte ich einen sehr ruhigen Innenhof und einem Zimmer aufbauen: im Licht und im Schatten, um die Lebendigkeit dessen zu bestimmen, was wir sehen. Einfach gesagt, beginnen die Dinge im Schatten lebendig zu werden, aber nichts passiert im Sonnenlicht, relativ dunkles Licht zu verwenden, soll die Schönheit im Schatten meines Geistes ausdrücken.

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The Urban Melancholy

Jochen Stierberger

Giclée Druck im Leuchtkasten
84x125 cm

Kein Land der Welt hat mehr Millionenstädte hervorgebracht als China. Durch ein konstant hohes Wirtschaftswachstum und einem Anwachsen chinesischer Städte um insgesamt 500 Millionen Einwohner_innen, leben trotz der enormen Fläche Chinas, bereits heute mehr Einwohner_innen in städtischen als in ländlichen Umgebungen.

Die mehrteilige Fotoarbeit The Urban Melancholy (seit 2018) befasst sich mit dieser Turbo-Urbanisierung und all seinen Konsequenzen der Strukturveränderung, denn das Leben in Städten hat nicht nur Vorteile, sondern offenbart auch Schattenseiten.

Betreut durch

Prof. Martin Liebscher (Praxis)

Prof. Dr. Marc Ries (Theorie)

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A Theory of Boredom

Julie Gaston

A Theory of Boredom ist ein 11-minütiger experimenteller Kurzfilm über die Wiederentdeckung der Langeweile. Er zeigt fünf gelangweilte Besucher_innen eines utopischen Freizeitpark, die auf der Suche nach dem Sinn, wie durch Geisterhand eingegebene, gedichtartige Monologe vortragen. Parallel dazu wacht Alice in einem grauen Raum, direkt vor dem Kaninchenbau auf und wundert sich, was sie wohl findet, wenn sie sich hineinwagt. Als Alice sich traut, ihre Rückhalte zu überwinden findet sie eine magische Rose und die Besucher_innen finden den Ausgang des zuvor ausweglos erscheinenden Freizeitparks.

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Einladung zum Stören

Linda Weiß

Installation, Stromkabel; Keramik, glasiert; Keramik, Wassertransferfolie; Lack; Handyladekabel; Gelatine-Wasser-Mischung; 3D-Drucke, Magnete; Bienenwachstücher, Lampenruss, Quarzsand

In Einladung zum Stören vernetzen sich camouflierte Steine entlang von Stromkabelnetzen, welche aus Teeschalenpflanzen wuchern. Die leckenden, grünen Schnittstellen des Rhizoms verlocken, Steine und blasse Mutanten kultiviertes Nisten an den oatischen Abschnitten zu praktizieren. Atmosphärenbeobachter sind eingeladen an den Ein- und Ausgängen – Ladekabeln – zu partizipieren. Frühfolgen der Nutzung müssen diskutiert werden. Denn die Gefahr besteht zu spüren. Der Anschluss wirbt für seinen Ausschluss: Digitales Detoxen wird von den Krankenkassen empfohlen.

Betreut durch

Prof. Susanne M. Winterling

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To whom it may concern, with love

Dominique Rossi

Bei meiner Arbeit setze ich mich mit dem Buch Air Carnation der argentinischen Schriftstellerin Guadalupe Muro auseinander. Das Buch entsteht aus einem Liebesbrief und wird zum Roman, eine Mischung aus Memoiren und Fiktion. Reisen, Liebe und das Schreiben werden thematisiert und so nähern wir uns der Autorin und ihrer Identität.

Ähnlich wie die Protagonistin Guadalupe, die durch ihre Geschichten dem englischsprachigen Künstler Adam vermitteln möchte, wer sie ist und wo sie herkommt, nähere ich mich durch meine Interpretationen ihrer Geschichten in Illustrationen, die einen eigenen Prozess der Interpretation darstellen, der Identität der Autorin an und spiegele dadurch wider, wie ich Guadalupe sehe und verstehe. 

»Artists need to display their visions of the world. That's how their visions become part of the world«. (Guadalupe Muro)

Betreut durch
​Prof. Klaus Hesse (Praxis)
Prof. Dr. Hans Zitko (Theorie)

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KayKay

Martin Kreitl

Der Theorieteil trägt den Namen »Der ökonomische Teil des Ökonomisch-Kulturellen-Komplex als Ausschnitt eines heuristisch zyklischen Weltbildes«. In dieser Arbeit erläuterte ich einen kleinen Teil eines Projekts, das mich noch mehrere Jahre beschäftigen wird. Das Ziel ist es ein heuristisches Weltbild zu formulieren, das auf einem zyklischen Geschichtsbild basiert. 

In der Praxisarbeit formulierte ich eine Idee für ein Startup mit den Namen »KayKay«. KayKay ist eine neue Art der Online-Shopping-Erfahrung. Anstatt dich auf der Suche nach dem passenden Produkt durch einen schier endlosen Produktkatalog zu klicken, wirst du bei KayKay durch ein transparentes Empfehlungssystem zum für dich besten Produkt geführt, ohne dabei bevormundet zu werden. Authentische Produktvideos helfen dir währenddessen schnell und einfach Produkte einzuschätzen und geben dir ebenso die Möglichkeit deine Produkterfahrungen mit anderen zu teilen.

Betreut durch

Prof. Eike König (Praxis)

Prof. Dr. Marc Ries (Theorie)

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