Morgen bis 10. Oktober 2021

what we observe

Insta flyer web whatweobserve 72p

Fotografie und Layout: Aaron Adu-Appeagyei

what we observe

Installation am Römerberg von Josefine Köhler, Ina Trenk (beides HfG-Studentinnen), Sophie Schattner, Lina Parisius

Das Kollektiv aus zwei Szenografinnen und zwei Kunsthistorikerinnen hat das Projekt what we observe ins Leben gerufen.

In den Städten manifestieren sich soziale Ungleichheiten. Demnach gibt es Unterschiede in der Art und Weise, wie sich Körper durch den größtenteils mann-gemachten Stadtraum bewegen. Bei jungen Frauen wächst das Bedürfnis nach öffentlichen Orten, an denen sie verweilen und ihre Umgebung beobachten können, ohne dabei selbst gesehen zu werden.

Die Essenz der Installation what we observe konzentriert sich auf diese Asymmetrie des Beobachtens. Der männliche Blick wird gezielt ausgegrenzt, um aus dem Inneren heraus eine beobachtende oder auch privilegierte Position einnehmen zu können. Form und Material des Raums experimentieren mit dem Gefühl, welches beim Betreten oder eben »vom-Betreten-ausgeschlossen-sein« erzeugt wird. Die durchaus streitbare Aufforderung, dass Männer die Installation nicht betreten dürfen, bildet einen wesentlichen Reflexionspunkt dieser Arbeit. So zielt diese nicht auf die Reproduktion eines Zwei-Geschlechter-Systems, sondern eben auch darauf, die Unzulänglichkeiten eines binären Gesellschaftsmodells herauszustellen. Der öffentliche Raum ist ein entscheidender Austragungsort im Streben nach gesellschaftlicher Veränderung. In Zeiten, in denen ein wachsender Antifeminismus zu beobachten ist, der sich zugunsten einer vermeintlich ursprünglichen Ordnung mit wertkonservativen und rechtspopulistischen Strömungen verschränkt, setzt sich der Raum dem entgegen.

23. September bis 10. Oktober 2021, tagsüber geöffnet

Installation am Römerberg

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