Buchbindung

Studienarbeiten julia kulaga

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Das Buch als Möglichkeitsraum

Die Voraussetzung für die Entwicklung von künstlerischen und gestalterischen Buch- und Papierprojekten der Studierenden ist das Wissen um die technischen Möglichkeiten und die Größe des Spielraums in der Umsetzung. Material und die Verarbeitung eines Objektes/eines Kunstwerkes transportieren Informationen, weshalb im Prozess der Ideenumsetzung die richtige Form und das richtige Material erprobt und gefunden werden muss.

Um die vielfältigen Möglichkeiten kennenzulernen, die die Buchwerkstatt der HfG zu bieten hat, werden die Studierenden in Grundlagenkurse an die Handhabung der Maschinen und eine Bandbreite an verschiedenen Binde- und Verarbeitungstechniken herangeführt. Sie sind die Grundlage dafür, das Medium Buch weiterzudenken, gängige Formen zu brechen und in die jeweilige künstlerische und gestalterische Praxis in den verschiedenen Fachgebieten einzubeziehen. Das Buch, das heutzutage nicht mehr die Funktion des Informationsspeichers erfüllen muss, kann dadurch mehr denn je als Medium genutzt und weiterentwickelt werden. Es zieht seine Kraft, seinen Nutzen und Zauber daraus, dass es immer einen vielsinnigen Zugang hat.

Neben dem kognitiven Aneignen von Inhalt spielt der haptische Zugang sowie eine immer vorhandene zeitliche Komponente eine große Rolle. Das Buch ist immer ein Raum mit einer bemessenen, konstruierte Ausdehnung, der von den Rezipient_innen betreten werden kann. Die Gestalter_innen des Buches haben verschiedene Möglichkeiten, den Raum vorzudefinieren, Offenheit zuzulassen (z.B. ungebundene Buchform) und Wege/Sequenzen zu bestimmen.

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