Performance im erweiterten Feld

Performance zählt aktuell zu einer beliebten Kunstform und generell zu einem relativ jungen Studiengang. Wie die meisten künstlerischen Medien auch, wird sie jedoch von jeher von Menschen in- und außerhalb der Kunst sowie bewusst und unbewusst ausgeübt und untereinander weitergegeben.

Der Studiengang Performance im erweiterten Feld richtet sich an Studierende, die sich mit Performance als eigenständiges künstlerisches Medium auseinandersetzen wollen. Performance im erweiterten Feld umfasst die Beschäftigung, Erschließung und Produktion von performativen Handlungen sowie den Räumen und Kontexten, in denen diese stattfinden.

Die künstlerische Performance steht in generischer Verbindung, in lebendiger Verwandtschaft und im fortwährenden Austausch mit den Bereichen Schauspiel, Aktionismus, Tanz, Musik, Installation, Soundarbeit, mit der Arbeit mit Stimme und Körper, mit (virtuellen) Spielszenarien, mit Choreografie, Inszenierung und Regiearbeit. Stets kommen neue Bereiche hinzu. Denn die Performance ist ein expansives Medium, das interdisziplinär ist und ständig andere Medien inkorporiert und für sich in Anspruch nimmt. Zwischen der Performance selbst und ihrer Rezeption agieren wieder weitere zeitbasierte Medien, die einerseits als audiovisuelle Aufnahme- und Aufbewahrungsmittel (Film/Video/Audio/Fotografie), andererseits zu (wissenschaftlichen) Forschungszwecken dienen sowie selbst eine Performance werden können.

Innerhalb des Studiums Performance im erweiterten Feld werden diese benachbarten und kooperierenden Bereiche, genauso wie Performance-inhärente Qualitäten und Techniken in den Mittelpunkt gestellt. Das »Gestalten von Zeit« und das Formen von technischen und medialen Handlungsräumen wird gefördert und weiterentwickelt. Arbeiten mit und Nachvollziehen von praktischen und theoretischen Ansätzen in und außerhalb der eigenen Komfortzonen führt dazu, die Grenzen des Performens sowie auch die_der Performer_in zu dehnen und erweitern.